Euro trotzt schwachen Produktionsdaten

Euro trotzt schwachen Produktionsdaten

Frankfurt am Main – Der Euro hat sich am Montag trotz enttäuschender Konjunkturdaten aus Deutschland kaum verändert bei 1,36 US-Dollar gehalten. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3596 Dollar gehandelt und damit fast zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3592 (Freitag: 1,3588) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7357 (0,7359) Euro.

Am Morgen konnte eine überraschend schwache deutsche Industrieproduktion den Euro nur für kurze Zeit unter Druck setzen. Im Mai war die Fertigung in den Unternehmen im Vergleich zum Vormonat überraschend gesunken. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel zeitweise auf ein Tagestief bei 1,3576 Dollar, konnte sich bis zum Mittag aber wieder erholen. Die Produktionsdaten seien nur eine Momentaufnahme, kommentierte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. Entscheidend sei, dass die deutsche Wirtschaft weiter einen positiven Trend aufweise.

Konjunkturlokomotive Deutschland schaltet einen Gang zurück
«Deutschland dürfte aufgrund der guten Inlandskonjunktur weiter das höchste Wachstum der Länder in der Eurozone aufweisen», so die Einschätzung von Stefan Schneider, Experte der Deutschen Bank. Jüngste Wirtschaftsdaten hätten jedoch gezeigt, dass die Konjunkturlokomotive des Währungsraums «mindestens einen Gang zurückgeschaltet hat.» Im weiteren Handelsverlauf gab es keine wichtigen Konjunkturdaten aus den USA und damit keine neuen Impulse für den Devisenmarkt. Insgesamt sprachen Händler daher von einem vergleichsweise ruhigen Wochenauftakt am Devisenmarkt.

Euro zum Franken wenig verändert
Der Schweizer Franken zeigt sich am späteren Nachmittag gegenüber dem Euro kaum verändert im Vergleich mit den Notierungen im frühen Geschäft, legt zum US-Dollar hingegen leicht zu. So notiert das Währungspaar USD/CHF zur Berichtszeit mit 0,8941 (Morgenhandel: 0,8959) und EUR/CHF mit 1,2156 (1,2164).

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79385 (0,79260) britische Pfund, 138,53 (138,67) und japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold wurde in London mit 1’313,00 (1’319,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30’560,00 (30’750,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

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