Devisen: Euro fällt zum Dollar deutlich

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(Foto: Pixabay)

Frankfurt am Main – Der Euro hat am Freitag spürbar nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,2260 US-Dollar und damit so wenig wie zuletzt Anfang März. Der amerikanische Dollar legte hingegen zu vielen Währungen zu. Der Schweizer Franken schwächte sich am Nachmittag gegenüber dem Euro leicht ab. So kostete die Gemeinschaftswährung 1,1710 CHF nach 1,1699 CHF am Morgen. Der US-Dollar kostet derweil 0,9534 CHF.

Auftrieb erhielt die US-Währung vor allem am Nachmittag. Dazu trugen auch robuste Konjunkturdaten bei. Zum einen hat die US-Industrie im Februar einen deutlichen Schub erhalten. Die Produktion legte wesentlich stärker zu als erwartet und als in den Vormonaten. Zum anderen präsentierten sich die amerikanischen Verbraucher abermals in hervorragender Laune. Die Konsumstimmung der Uni Michigan, ein stark beachteter Stimmungsindikator, stieg auf den höchsten Stand seit 14 Jahren.

Die andauernden Personalrochaden und -debatten in der US-Regierung bewegten den Dollar unterdessen wenig. Medienberichten zufolge, die vom Weissen Haus dementiert wurden, steht der Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump, der General H.R. McMaster, vor der Ablösung. Erst vor kurzem hatte Trump seinen Aussenminister Rex Tillerson und seinen Wirtschaftsberater Gary Cohn vor die Tür gesetzt. «Es scheint mir, dass der Devisenmarkt sich sehr schnell an dieses neue präsidiale Chaos-Niveau gewöhnt hat», kommentierte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88253 (0,88480) britische Pfund, 130,21 (130,90) japanische Yen und 1,1702 (1,1689) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1310,10 (1318,75) Dollar gefixt. (awp/mc/pg)

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