Devisen: Schwächeres Geschäftsklima belastet Eurokurs

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(Foto: Pixabay)

Frankfurt am Main – Der Eurokurs ist am Donnerstag nach schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel auf 1,2305 US-Dollar. Am Morgen war sie noch zeitweise bis auf 1,2388 Dollar gestiegen.

Auch zum Franken schwächte sich der Euro am Donnerstag ab. Die Gemeinschaftswährung fiel dabei unter die Marke von 1,17 CHF und kostet am späten Nachmittag 1,1681 CHF. Der US-Dollar veränderte sich zum Franken kaum. Am Donnerstagnachmittag geht der Dollar bei 0,9491 CHF um.

Die Furcht vor einem Handelskonflikt mit den USA hatte wirtschaftliche Frühindikatoren in Deutschland und der Eurozone im März unter Druck gebracht. In Deutschland trübte sich das viel beachtete Ifo-Geschäftsklima den zweiten Monat in Folge ein. In der Eurozone gaben die vom Markit-Institut erhobenen Einkaufsmanagerindizes sowohl für die Industrie als auch für den Dienstleistungssektor merklich nach. Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson sprach von einer «ziemlich dramatischen Abkühlung»

Die Entscheidung der USA, die Europäische Union von Zöllen auf Stahl und Aluminium zunächst auszunehmen, stützte den Eurokurs nicht. Die EU soll Ausnahmeregelungen bei den von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium erhalten, sagte Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer vor einem Ausschuss des US-Senats. Trump hatte vor zwei Wochen umfassende Einfuhrzölle auf Stahl in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminium in Höhe von 10 Prozent verhängt.

Am Vortag hatte der Eurokurs zum Dollar noch deutlich zugelegt. Die US-Notenbank hatte am Mittwoch zwar den Leitzins wie erwartet angehoben. Sie signalisierte für den weiteren Jahresverlauf jedoch kein höheres Tempo bei den Zinserhöhungen. Wie bisher werden für das Gesamtjahr insgesamt drei Leitzinserhöhungen in Aussicht gestellt.

Unter Druck geriet am Donnerstag auch das britische Pfund. Die Bank of England hatte ihren Leitzins zwar wie erwartet nicht angetastet. Sie gab jedoch auch keine klaren Signale für eine Leitzinsanhebung im Mai. Dies war von einigen Beobachtern zunächst erwartet worden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87200 (0,87403) GBP und 129,75 (130,50) JPY fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1’329,15 (1’321,35) Dollar gefixt. (awp/mc/pg)

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