Devisen: Euro gibt zu Dollar etwas nach – zum Franken über 1,04 gehalten

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(Photo by Ibrahim Boran on Unsplash)

Frankfurt – Der Euro ist am Montag gegenüber dem US-Dollar etwas gefallen. Zu Beginn einer Woche mit wichtigen geldpolitischen Entscheidungen kostet die Gemeinschaftswährung am späten Nachmittag 1,1285 Dollar. In der Nacht lag der Kurs zeitweise noch über 1,13 Dollar.

Gegenüber dem Schweizer Franken konnte sich der Euro über der Marke von 1,04 Franken halten. Am späten Nachmittag liegt der Kurs bei 1,0409 Franken. Ein Dollar kostet derweil wenig verändert 0,9227 Franken.

Die neue Woche steht im Zeichen der Geldpolitik. Es werden zahlreiche Entscheidungen von Notenbanken erwartet. Viel Aufmerksamkeit ziehen die Notenbanken der grossen Volkswirtschaften USA, Eurozone, Grossbritannien und Japan auf sich.

Es wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank Fed auf die hohe Inflation reagiert und den Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Ausrichtung beschleunigt. Die EZB entscheidet derweil über den Fortgang ihres Corona-Krisenprogramms. Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird sich in dieser Woche zu Wort melden.

Unterdessen hält der Sinkflug der türkischen Lira an. Am Vormittag gab die Währung zu US-Dollar und Euro deutlich um jeweils etwa vier Prozent nach und fiel abermals auf historische Tiefstände. Für einen Dollar mussten am Montag erstmals mehr als 14 Lira gezahlt werden, ein Euro kostete erstmalig mehr als 16 Lira.

Seit Jahresbeginn hat die Lira etwa die Hälfte ihres Werts gegenüber den beiden bedeutendsten Währungen der Welt eingebüsst. Die Lira wird seit längerem durch die geldpolitische Ausrichtung der türkischen Notenbank belastet. Trotz einer ungewöhnlich hohen Inflation von zuletzt gut 21 Prozent sind die Währungshüter auf Zinssenkungskurs gegangen.

Im Tagesverlauf erholte sich die türkische Lira von ihren Verlusten. Die Notenbank stemmte sich mit Eingriffen auf Devisenmarkt gegen den neuerlichen Kurseinbruch, wie sie es zuletzt bereits mehrfach getan hatte. Eine nachhaltige Trendwende erwarten Ökonomen aber nicht. Die Devisenreserven der Notenbank sind gering. An der Hauptursache, den zu niedrigen Zinsen, ändern die Interventionen auch nichts.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85158 (0,85355) britische Pfund und 128,19 (128,20) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1786 Dollar gehandelt. Das waren etwa vier Dollar mehr als am Freitag. (awp/mc/pg)

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