Devisen: Dollar gibt nach Teuerungsdaten nach

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(Foto: Pixabay)

Frankfurt – Der Dollar hat mit der Aussicht auf weniger stark steigende Zinsen in den USA zum Euro wie zum Franken nachgegeben. Der Euro ist am Donnerstag erstmals seit neun Monaten über 1,08 US-Dollar gestiegen. Am Nachmittag wurden für die Gemeinschaftswährung zeitweise 1,0838 Dollar gezahlt. So hoch stand der Kurs zuletzt im April 2022. Zuletzt ist der Kurs auf 1,0802 Dollar zurückgefallen.

Zum Franken ist die US-Währung wieder unter 93 Rappen gefallen, am späten Nachmittag kostete der Dollar noch 0,9287 Franken, nach 0,9323 am Mittag. Der Euro veränderte sich dagegen zum Franken nur wenig, am Abend wurde er zu 1,0031 Franken und damit fast gleich gehandelt wie noch am Vormittag.

Neue Inflationsdaten aus den USA zeigten, dass die Teuerung weiter auf dem Rückzug ist. Die Inflationsrate sank im Dezember den sechsten Monat in Folge auf 6,5 Prozent. Das gibt der amerikanischen Notenbank Fed Spielraum, ihren Kampf gegen die Inflation etwas gelassener zu führen. «Das Thema Inflation verliert an Brisanz und die Fed kann weiter einen Gang zurückschalten», kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die US-Preisdaten.

Der regionale Fed-Chef von Philadelphia, Patrick Harker, sprach sich bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung der Preisdaten für kleinere Zinsschritte um 0,25 Prozentpunkte aus. Im vergangenen Jahr hatte die Fed entschieden mit starken Zinsschritten um 0,75 Punkte und zuletzt im Dezember um 0,50 Punkte gegen die hohe Inflation angekämpft. Bereits in den vergangenen Handelstagen hatte die Spekulation auf weniger stark steigende Zinsen die amerikanische Währung unter Druck gesetzt, während der Euro im Gegenzug profitieren konnte.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1888 Dollar gehandelt. Das waren etwa 12 Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

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