Devisen: Eurokurs zu Dollar und Franken gefallen

Devisen: Eurokurs zu Dollar und Franken gefallen
(Bild: © Eyetronic / AdobeStock)

Frankfurt – Der Euro hat am Dienstag etwas nachgegeben. Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus dem Währungsraum belasteten. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1286 US-Dollar. Im frühen Handel hatte sie noch über 1,13 Dollar notiert.

Auch gegenüber dem Franken schwächte sich der Euro ab. Er kostete am Nachmittag noch 1,0626 Franken gegenüber 1,0665 am Morgen. Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stiegen im Juni um 33,56 Milliarden auf 850,11 Milliarden Franken. Ob und allenfalls wie stark die SNB im Juni am Devisenmarkt interveniert hat, um der Frankenstärke entgegenzuwirken, ist aus den Zahlen aber nicht genau herauszulesen. Der US-Dollar ging derweil zu 0,9415 Franken um.

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland
Belastet wurde der Euro durch schwache Konjunkturdaten aus Deutschland. Zwar hat sich die Industrie im Mai etwas von ihrem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Neue Produktionsdaten blieben jedoch hinter den Erwartungen von Analysten zurück. „Nach den herben Rückgängen der Vormonate hatten wir mehr erwartet“, erklärte Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Die Entwicklung zeige, dass zwar die wirtschaftlichen Frühindikatoren stark zulegten, die Erholung in der Realwirtschaft aber langsamer vonstatten gehe.

Zudem wird die Rezession wegen der Corona-Pandemie nach der neuesten Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr noch stärker ausfallen als angenommen. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone könnte demnach 2020 um 8,7 Prozent einbrechen, zuvor lag die Prognose bei minus 7,7 Prozent. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Lockdown sind ernster, als wir das ursprünglich erwartet haben“, sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. Der Euro sank zeitweise bis auf 1,1259 Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90150 (0,90505) britische Pfund und 121,61 (121,78) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1792 Dollar gehandelt. Das waren etwa acht Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

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