Devisen: Euro zum Franken leicht im Minus

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(Foto: Pixabay)

Frankfurt am Main – Der Eurokurs hat sich am Freitag von zwischenzeitlichen Verlusten erholt. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,2109 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Am frühen Nachmittag war der Eurokurs zeitweise bis auf 1,2056 Dollar gefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar.

Gegenüber dem Schweizer Franken schwächte sich der Euro am Freitag etwas ab. Die Gemeinschaftswährung geht am späten Nachmittag bei 1,1961 Franken um. Der US-Dollar musste zum Franken am Morgen gemachte Gewinne, nach dem Mittag wieder abgeben. Am Freitag-Nachmittag kostet der Dollar 0,9884 Franken.

Marktbeobachter sahen am Devisenmarkt weiterhin Auswirkungen der vorsichtigen Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi vom Vortag. Er hatte sich mit Blick auf zuletzt schwache Konjunkturdaten besorgt gezeigt. Grundsätzlich blieb er für die Konjunktur jedoch zuversichtlich. Die Aussagen waren zwar keine grosse Überraschung. „Allerdings bestätigen Draghis Aussagen, dass der Euro in nächster Zeit stärker auf realwirtschaftliche Nachrichten reagieren dürfte“, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Dies allein mache den Euro riskanter und weniger attraktiv.

Robuste Konjunkturdaten aus den USA stützen ausserdem den Dollarkurs. Das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft hatte sich zu Jahresbeginn zwar etwas abgeschwächt. Die Abkühlung war jedoch nicht so stark ausgefallen wie erwartet. „Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten dürfte in den kommenden Quartalen auf der Überholspur bleiben“, sagte Bernd Krampen, Analyst bei der Norddeutschen Landesbank. Darauf deuteten die guten Umfrageergebnisse sowohl von den Unternehmen als auch von den Verbrauchern hin. In den USA hatten sich wirtschaftliche Frühindikatoren zuletzt weiter robust gezeigt, während sie sich in Europa merklich eintrübten.

Stark unter Druck geriet das britische Pfund. Ein überraschend schwaches Wirtschaftswachstum im ersten Quartal brachte es zu allen wichtigen Währungen unter Druck. Im ersten Quartal war die britische Wirtschaft zum Vorquartal nur um 0,1 Prozent gewachsen. Das ist das kleinste Plus seit Ende 2012. Analysten hatten ein Wachstum von 0,3 Prozent erwartet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87700 (0,87100) GBP und 131,95 (132,87) JPY fest.

Die Feinunze Gold kostete im freien Handel am Nachmittag 1322,60 Dollar. Gefixt wurde die Feinunze Gold in London zuletzt am Donnerstag mit 1320,70 (Mittwoch: 1321,65) Dollar. (awp/mc/pg)

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