Devisen: Euro zum Franken deutlich unter 1,14

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(Bild: Pixabay)

Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro hat am Mittwoch zugelegt. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1690 US-Dollar gehandelt. Am Mittag hatte sie noch rund einen halben Cent niedriger notiert.

Gegenüber dem Schweizer Franken schwächte sich der Euro am Mittwoch dagegen merklich ab. Die Gemeinschaftswährung verlor im Tagesverlauf rund einen halben Rappen und kostet am späten Nachmittag 1,1373 Franken. Auch der US-Dollar gab zum Franken nach dem Mittag deutlich nach. Er geht am Mittwoch-Nachmittag bei 0,9729 Franken um.

Auftrieb erhielt der Eurokurs am späten Nachmittag. In den USA war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Juli überraschend gefallen. Beobachter sprechen von einem teilweise überhitzten Markt. Das Wirtschaftswachstum in den USA war laut einer zweiten Schätzung etwas höher als zunächst ermittelt ausgefallen. Die Wirtschaft war mit 4,2 Prozent so stark gewachsen wie seit dem dritten Quartal 2014 nicht mehr. Der Dollar wurde durch die Wachstumsdaten kaum gestützt, da die Abweichung von der ersten Schätzung gering war.

Türkische Lira setzt Talfahrt fort
Weiter auf Talfahrt blieb die türkische Lira. Die Währung geriet sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro deutlich unter Druck. Für einen Euro wurden zuletzt 7,51 Lira gezahlt. Zu Beginn der Woche mussten noch weniger als 7 Lira hingeblättert werden. Schwache Konjunkturdaten aus der Türkei belasteten die Lira.

Weiter unter Druck blieb ausserdem die schwedische Krone, die am Vortag im Verhältnis zum Euro den schwächsten Stand seit dem Krisenjahr 2009 erreicht hatte. Zuletzt mussten für einen Euro 10,70 Kronen bezahlt werden. Experten begründen die Schwäche der Währung mit schwindenden Erwartungen baldiger Zinsanhebungen in Schweden sowie mit möglichen Auswirkungen des globalen Handelsstreits auf die stark exportabhängige schwedische Wirtschaft. Hinzu kommt die anstehende Wahl, bei der die rechtspopulistischen «Schwedendemokraten» Umfragen zufolge stark abschneiden dürften und dadurch die Bildung üblicher Koalitionen schwierig machen könnten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,9050 (0,9068) GBP und 129,73 (130,03) JPY fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1204,20 (1212,25) Dollar festgesetzt. (awp/mc/pg)

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