Euro legt zum US-Dollar deutlich zu – EUR/CHF knapp unter 1,17

Eurokurs
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

Frankfurt – Der Kurs des Euro hat am Donnerstag deutlich zugelegt. Die Gemeinschaftswährung stieg am Nachmittag auf 1,1951 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit Ende November. In der Nacht hatte der Eurokurs noch unter 1,19 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf 1,1934 (Mittwoch: 1,1895) US-Dollar festgesetzt.

Noch deutlicher als der Euro legte der Franken zum US-Dollar zuu. Die hiesige Währung gewann zum Greenback im Vergleich zum Vorabend fast einen Rappen und notierte zuletzt knapp unter 0,98 CHF. Zum Euro legte der Franken auf knapp 1,17 von rund 1,1750 CHF am Vorabend zu.

Eurozone wächst robust
Die insgesamt günstigen Aussichten für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone stützten den Euro. Die EZB sieht die Eurozone weiter auf Wachstumskurs. Der solide Wirtschaftsaufschwung in der Eurozone sollte sich weiterhin über Länder und Sektoren auf breiter Basis fortsetzen, hiess im Wirtschaftsbericht der EZB. Die Inflation dürfte mittelfristig auch gestützt durch ein schnelleres Lohnwachstum allmählich zunehmen.

„Auch dank der Reformen in einstigen Krisenländern übertrifft die Eurozone mit ihrem Wachstum pro Kopf seit zwei Jahren sogar die USA“, kommentierte Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. Die gute Konjunktur könne noch mehrere Jahre anhalten. Die Eurozone sei flexibler als früher und Frankreich reformiere sich energisch, so Schmieding. Ein rasanter Anstieg des Eurokurses sei aber im kommenden Jahr nicht zu erwarten. Schliesslich sei ein grosser Teil der positiven Aussichten bereits in die Kurse eingepreist.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88768 (0,88593) GBP und 134,74 (134,70) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Vormittag mit 1291,00 (1279,40) Dollar gefixt. (awp/mc/ps)

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