Devisen: Euro zum Franken unter 1,09

Devisen: Euro zum Franken unter 1,09
(Bild: © Swisshippo / AdobeStock)

Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch in einer vergleichsweise engen Handelsspanne in der Nähe der Marke von 1,10 US-Dollar gehalten. Nur für eine kurze Zeit rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0999 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober ab. Am Nachmittag wurde der Euro bei 1,1007 Dollar gehandelt.

Der Schweizer Franken zeigte sich sowohl gegenüber dem Euro als auch dem Dollar fester. Das Währungspaar EUR/CHF notierte mit 1,0897 leicht unter der Marke von 1,09 Franken. Das war der höchste Stand seit rund 5 Wochen. Der Dollar sank zeitweise unter 0,99 Franken und markierte bei 0,9898 ein Einwochenhoch. Zuletzt wurde der Greenback zu 0,9900 gehandelt.

Franken und Dollar profitierten laut Marktteilnehmern von der wieder aufgekommenen Unsicherheit über den Fortgang des Handelsstreits zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend mit zusätzlichen Strafzöllen gedroht, falls keine Einigung zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt zustande komme.

Damit gewichteten die Anleger die Verunsicherung stärker als die gegen einen starken Franken gerichteten Worte von SNB-Präsident Thomas Jordan. Jordan hatte gesagt, angesichts der anhaltenden hohen Bewertung des Frankens sei die Geldpolitik mit Negativzins und Interventionsbereitschaft unverändert notwendig. Dies geht aus der jährlichen Aussprache des Bundesrats mit den Spitzen der SNB zur Konjunkturlage und zur Geldpolitik hervor.

Aussagen des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell zur weiteren Geldpolitik in den USA konnten dem Devisenmarkt keine neuen Impulse geben. Dieser signalisierte erneut eine Zinspause in den USA, sofern sich die amerikanische Wirtschaft nicht unerwartet abschwächt. Nachdem die US-Notenbank Ende Oktober den Leitzins das dritte Mal in diesem Jahr gesenkt hatte, war von den Währungshütern bereits klar gestellt worden, dass zunächst keine weiteren Schritte zu erwarten sind.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85760 (0,85820) britische Pfund sowie 119,79 (120,24) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1465 Dollar gehandelt. Das waren etwa neun Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/pg)

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