Devisen: Nur wenig Bewegung – keine Impulse

Devisen: Nur wenig Bewegung – keine Impulse

Zürich – Der Devisenhandel präsentiert sich am Freitagnachmittag von einer ruhigen Seite. Händler vermissten kursbewegende Impulse. Zudem hätten sich die Sorgen im Zusammenhang mit den geopolitischen Spannungen und den Druckversuchen auf die US-Notenbank Fed wieder etwas gelegt, heisst es am Markt.

Aktuell wird das Dollar/Franken-Paar zu 0,8024 gehandelt und damit praktisch auf dem Niveau vom Morgen (0,8026). Auch das Euro/Franken-Paar hat sich in dieser Zeit nur wenig bewegt und steht aktuell bei 0,9309 nach 0,9317 in der Früh. Ebenso hat sich das Euro/Dollar-Paar in dieser Zeit kaum von der Stelle bewegt, wie das Kursniveau von 1,1601 nach 1,1608 im Frühhandel zeigt.

Üblicherweise lösen Sorgen aller Art einen gewissen Run auf den Franken aus. Doch derzeit sei der Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken gering, schreibt die Aargauische Kantonalbank in einem Marktkommentar. «Offenbar reicht die Zinsdifferenz zu anderen Währungsräumen derzeit aus, um Umschichtungen in den Franken unattraktiv zu machen.»

Zudem näherten sich die Zinssenkungszyklen in vielen Ländern ihrem Ende, was diesen Effekt verstärke. «Selbst in den USA werden nur noch zwei weitere Zinssenkungen erwartet, wodurch das Abwertungspotenzial des US-Dollars gegenüber dem Franken begrenzt bleibt», so die AKB.

Auch die Daten zur Preisentwicklung in Deutschland und Italien oder zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung in den USA konnten im Verlauf das Geschäft nicht beleben. Möglicherweise liege das auch daran, dass zum einen die Positionen vor dem Wochenende bezogen seien und in den USA am kommenden Montag der Martin-Luther-King-Feiertag begangen werde, an dem die Märkte geschlossen seien, meint ein Händler. (awp/mc/pg)

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