Devisen: Vorerst Beruhigung im Handel – Dollar hält Gewinne weitgehend

Devisen: Vorerst Beruhigung im Handel – Dollar hält Gewinne weitgehend
(Unsplash)

Zürich – Der US-Dollar hat zwar einen Teil seiner Gewinne im Anschluss an den Beginn des Iran-Krieges am Vortag wieder eingebüsst. Er behauptet sich aber bei anhaltenden Kampfhandlungen im Iran sowohl gegenüber dem Franken als auch gegenüber dem Euro auf einem höheren Niveau.

Das Währungspaar EUR/USD ist über Nacht auf 1,1597 gefallen und damit wieder unter die Marke von 1,16. Es verbleibt damit im Bereich des Jahrestiefs. Das Dollar/Franken-Paar bewegte sich in der Nacht in einer engen Spanne um die Marke von 0,7816.

Im Vergleich Euro zum Franken hält der Aufwertungsdruck auf den Franken an. Der Euro ist gegenüber dem Vorabend auf 0,9064 von 0,9078 gesunken und hat sich damit weiter von der Marke bei 0,91 entfernt. Er notiert aber klar höher als noch beim Jahrestief bei 0,9027 vom Montag, unmittelbar nach dem Ausbruch der Kampfhandlungen im Iran.

Europa sei – im Gegensatz zu den USA – stark von Energieimporten abhängig, heisst es in einem Kommentar der Commerzbank im Zusammenhang mit der jüngsten Abwertung des Euro. Deshalb könnte die europäische Wirtschaft unter einem lang anhaltenden Preisanstieg bei den Energiepreisen leiden. Und das in einer Phase, in der das Wachstum sowieso recht schleppend verläuft. «Das grüne Pflänzchen Wachstum könnte durch einen Ölpreisschock im schlimmsten Fall abgewürgt werden», so die Bank.

Die aktuelle Stärke des Dollars sei weniger als klassische Fluchtbewegung zu interpretieren, sondern primär als Folge relativer Energieeffekte, schreibt auch die Schwyzer Kantonalbank in einer Einschätzung. Denn der Anstieg der Ölpreise belaste vor allem Energie importierende Volkswirtschaften, wogegen die USA als Netto-Exporteur deutlich weniger verwundbar seien. (awp/mc/pg)

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