Devisen: Dollar zieht etwas an

Devisen: Dollar zieht etwas an
(Unsplash)

Zürich – Am Devisenmarkt hat der Dollar in der Nacht auf Donnerstag etwas angezogen. Unveränderte Leitzinsen in den USA und die erhöhten Inflationssorgen durch den wieder stark gestiegenen Ölpreis stützen den Greenback. Der US-Zinsvorteil könnte Experten zufolge mit den eher «hawkishen» Aussagen des Fed wieder grösser werden. Derweil verbleibt Jerome Powell nach seiner Zeit als Fed-Chef weiter im Direktorium.

Im Tagesverlauf stehen dann noch die Notenbanksitzungen der Bank of England sowie der EZB an. Auch hier erwartet der Markt keine Zinsänderungen. Die Commerzbank erinnert aber daran, dass beide Volkswirtschaften Netto-Energieimporteure seien und daher vor einem deutlich schweirigeren Balanceakt zwischen schwächelnder Realwirtschaft und anziehender Inflation stünden als die USA oder Kanada.

«Beide Zentralbanken dürften heute versuchen, die Märkte von einem entschlossenen Vorgehen zu überzeugen», schreiben die Coba-Experten. Von der EZB erwarten sie eine Zinserhöhung im Juni, während die BoE wohl eher die Füsse still halten dürfte. In solch unsicheren Zeiten wisse man aber nie.

Der Euro hat zum US-Dollar in der Nacht leicht an Terrain eingebüsst und wird derzeit zu 1,1660 nach 1,1675 am Vorabend gehandelt. Damit entfernt sich die Gemeinschaftswährung weiter von der Marke von 1,17 Dollar.

Derweil tritt das Euro/Franken-Paar bei Kursen von 0,9234 mehr oder weniger auf der Stelle. Dollar/Franken hat sich über Nacht weiter über der Marke von 0,79 etabliert. Mit Kursen von 0,7919 am Morgen liegt der Greenback etwas deutlicher über dem Niveau von Mittwochmorgen. (awp/mc/ps)

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