EU-Ausblick: Weiter sehr schwach

EU-Ausblick: Weiter sehr schwach

Paris – Die Unsicherheit um die Schuldenkrise hat die europäischen Börsen auch zu Beginn der neuen Woche fest im Griff: Der Future auf den EuroStoxx 50 lässt am Morgen einen neuerlichen Rutsch des Leitindex um 2,60 Prozent zum Handelsstart erwarten. Nach einem zwischenzeitlichen Erholungsversuch hatte sich der wichtigste Aktienindex der Eurozone bereits mit einem Verlust von 6,62 Prozent aus der Vorwoche verabschiedet. Den britischen FTSE 100 taxierte Finspreads 1,37 Prozent niedriger.

Der mittlerweile ehemalige EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hatte mit seinem Rücktritt am Freitag die Unsicherheit neu angefeuert. Als Hintergrund werden am Markt unterschiedliche Auffassungen über die Krisenbewältigung vermutet. «Zuviele Köche verderben den Brei mit ihren unterschiedlichen Ansätzen», kommentierte Marktstratege Ben Potter von IG Markets.

Hinzu kommen neue Spekulationen um einen bevorstehenden Zahlungsausfall Griechenlands, die Vorbereitung von Notfallplänen und die Ausweitung auf andere Schuldenstaaten. Entsprechend schwach sind die Vorgaben: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial 1,37 Prozent seit dem europäischen Handelsende und auch die Börsen in Asien tendierten sehr schwach. (awp/mc/ps)

Euronext

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