EU-Eröffnung: Verluste – US-Schuldenstreit belastet

EU-Eröffnung: Verluste – US-Schuldenstreit belastet

London – Die europäischen Börsen haben am Montag nach der starken Vorwoche zum Auftakt nachgegeben. Der EuroStoxx 50 verlor im frühen Handel 0,70 Prozent auf 2.753,28 Punkte. In der Vorwoche hatte der Leitindex noch mehr als dreieinhalb Prozent zugelegt. Der CAC 40 in Paris büsste 0,74 Prozent auf 3.814,18 Punkte ein und der Londoner FTSE 100 sank um 0,51 Prozent auf 5.904,71 Punkte. Börsianer sahen vor allem in der zugespitzten Unsicherheit um den US-Schuldenstreit einen Auslöser für Gewinnmitnahmen.

Der Optimismus der Vorwoche auf eine schnelle Lösung erwies sich als verfrüht, und bis Montagabend (Ortszeit) muss das Abgeordnetenhaus mit seinen Beratungen beginnen, damit bis zum 2. August ein Gesetz über die Anhebung der Schuldenobergrenze im Kongress verabschiedet werden kann. Zudem senkte Moody’s erneut das Rating für Griechenland.

Vor allem Finanzwerte gehörten europaweit zu den Verlierern: Die Sektorindizes für Versicherer und Banken im Stoxx Europe 600 büssten 1,30 beziehungsweise 1,18 Prozent ein. Im EuroStoxx 50 waren die Titel der italienischen Banken Intesa SanPaolo und Unicredit mit Abschlägen von 3,48 und 3,19 Prozent die schwächsten Werte.

Von Unternehmensseite berichtete Ryanair enttäuschende Quartalszahlen, worauf die Aktien der Billigfluggesellschaft 1,73 Prozent auf 3,402 Euro abgaben. Auch beim britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser sorgten Zahlen für Kursverluste von 1,15 Prozent. (awp/mc/ps)

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