EU-Schluss: Wall Street zieht Börsen mit hoch

EU-Schluss: Wall Street zieht Börsen mit hoch

Paris – Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch wieder an ihre Erholungsbewegung angeknüpft. Der EuroStoxx-50-Index  ging mit einem Plus von 1,07 Prozent auf 3056,17 Punkte aus dem Handel. Am Montag hatte der Eurozonen-Leitindex zugelegt, dann aber nochmal abgebremst. Der Pariser CAC-40-Index  gewann zur Wochenmitte 0,78 Prozent auf 4194,79 Punkten, der Londoner Leitindex FTSE 100  stieg um 0,37 Prozent auf 6656,68 Punkte.

Schwächer als erwartete Einzelhandelsumsätze in den USA hätten die jüngste Sorge um eine frühe Zinswende der Federal Reserve gedämpft und der Wall Street zum freundlichen Start verholfen – das habe auch die europäischen Märkte angeschoben, sagte Analyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. Nach dem Rücksetzer legten die Märkte wieder vorsichtig den Vorwärtsgang ein. Allerdings begrenze der überraschende Rückgang der EU-Industrieproduktion den Anstieg. Vor Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Deutschland und Frankreich hielten sich viele zurück. Zudem hänge das Eskalationsrisiko durch den russischen Hilfskonvoi wie ein Damokles-Schwert über den Märkten.

Die EuroStoxx-50-Spitze nahmen deutsche Werte ein, allen voran Eon mit plus 4,79 Prozent auf 13,795 Euro. Der Versorger überzeugte mit seiner Quartalsbilanz und zog auch die Papiere von RWE mit nach oben. Der Versorgerindex Stoxx Europe Utilities legte als einer besten Sektoren um 1,21 Prozent zu. Ebenfalls gut unterwegs waren französische Banken mit einem Kursplus von 1,74 beziehungsweise 1,64 Prozent bei BNP Paribas und Societe Generale . Der europäische Bankenindex gewann 0,94 Prozent.

Die rote Laterne im Leitindex der Eurozone hielten ASML Holding mit einem leichten Abschlag von 0,16 Prozent auf 68,20 Euro. Händler konnten keine Nachrichten für das Minus verantwortlich machen. Sie sprachen von Anschlussverkäufen, nachdem das Papier schon am Vortag zu den Verlierern gezählt habe.

Tagesgewinner in London war G4S mit plus 5,27 Prozent auf 273,50 Britische Pence. Das Sicherheitsunternehmen hatte Zahlen vorgelegt und befindet sich in Gesprächen mit einem Interessenten am US-Geschäft. Zu den grössten Verlierern zählten Minenwerte wie Rio Tinto , deren Aktie 2,60 Prozent einbüsste. Glencore enttäuschte mit seinem Produktionsbericht: Die Aktien des schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns büssten 2,53 Prozent auf 365,50 Pence ein.  (awp/mc/pg)

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