EU-Schluss: ESTX50 legt 3,47% auf 3280,78 Punkte zu

EU-Schluss: ESTX50 legt 3,47% auf 3280,78 Punkte zu

Paris – Nach der steilen Berg- und Talfahrt seit Wochenbeginn haben die europäischen Börsen am Donnerstag sehr kräftig zugelegt. Die Entspannung an den asiatischen Aktienmärkten sorgte allerorten für Erleichterung. Die positive Stimmung hielt am Nachmittag weiter an, nachdem sich die US-Börsen ebenfalls sehr freundlich zeigten. Der EuroStoxx 50 schloss nach teils herben Verlusten an den Vortagen mit plus 3,47 Prozent auf 3280,78 Punkte.

Der CAC 40 in Paris legte um 3,49 Prozent auf 4658,18 Punkte zu und der Londoner FTSE 100 kletterte um 3,56 Prozent auf 6192,03 Punkte nach oben.

Es sei beruhigend, dass die Aktien in China zu einer Gegenbewegung angesetzt hätten, hieß es von Händlern. Allerdings warnten einige, dass die Erholung an den weltweiten Börsen noch nicht wirklich stabil sei.

Die chinesischen Festlandbörsen hatten am Donnerstag die ausgeprägteste fünftägige Verlustserie in annähernd 20 Jahren beendet und deutlich im Plus geschlossen. In den USA setzte sich die sehr freundliche Stimmung vom Vortag, als der Dow den höchsten Tagesgewinn seit vier Jahren verbucht hatte, fort. Von den gemischt ausgefallenen US-Konjunkturdaten war dabei kein wesentlich neuer Impuls ausgegangen.

Die Konjunkturdaten aus der Eurozone hingegen waren stark ausgefallen und stützten. In Frankreich war die Stimmung in den Unternehmen so gut wie seit vier Jahren nicht mehr gewesen. In Spanien hatte die Erholung der Wirtschaft im zweiten Quartal weiter an Fahrt gewonnen. Hinzu kommt, dass die Geldmenge und die Kreditvergabe in der Eurozone sich im Juli robust entwickelt hatten.

Alle Branchen Europas wiesen Gewinne auf. Besonders deutlich gewannen jene, die zuletzt auch sehr kräftig unter den Sorgen um eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft gelitten hatten: So legte der Subindex für die Rohstoff-Unternehmen um mehr als 7 Prozent zu und der für die Öl- und Gasförderer um knapp 6 Prozent. Der Ölpreis erholte sich an diesem Tag ebenfalls sehr deutlich: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am frühen Abend 45,84 US-Dollar und damit 2,70 Dollar mehr als am Vortag.

Als einziger Verlierer im CAC 40 büsste die Aktie des Spirituosenkonzerns Pernod Ricard 1,72 Prozent ein, nachdem der Jahresgewinn die Erwartungen der Analysten verfehlt hatte. Bouygues gab sich hingegen für seine Telekom-Sparte dank strikter Kostenkontrolle zuversichtlicher. Den Ausblick für das Baugeschäft und den Fernsehsender TF1 bestätigte der französische Mischkonzern zur Vorlage der Halbjahreszahlen. Das Papier legte um knapp 5 Prozent zu.

Im SMI setzte sich die Aktie des Agrarkonzerns Syngenta mit einem Plus von knapp 5 Prozent an die Spitze. Das Papier hatte am Vortag stark gelitten, als bekannt geworden war, dass aus der Übernahme durch den Konkurrenten Monsanto nichts wird.

In London rückte die Grossbank Barclays in den Blick. In den USA hatte ein Gericht in Manhattan eine Klage gegen Barclays wegen angeblicher Bevorzugung des Hochgeschwindigkeitshandels abgelehnt. Die Aktie legte im FTSE 100 um etwas mehr als 4 Prozent zu. (awp/mc/pg)

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