EU-Schluss: Ohne klaren Trend nach Unternehmenszahlen

EU-Schluss: Ohne klaren Trend nach Unternehmenszahlen

Paris – Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag mit unterschiedlichen Vorzeichen auf die jüngsten Unternehmenszahlen reagiert. Der EuroStoxx 50 hatte im Handelsverlauf einen Grossteil seiner Gewinne wieder eingebüsst und rettete am Ende ein Plus von 0,06 Prozent auf 2.741,96 Punkte ins Ziel. Auf Wochensicht bedeutete dies einen Aufschlag von 0,95 Prozent. Der CAC 40 in Paris stieg am Freitag um 0,32 Prozent auf 3.968,84 Punkte, wohingegen in London der FTSE 100 um 0,50 Prozent auf 6.554,79 Punkte sank.

Der Mediensektor wurde als beste Branche mit plus 0,52 Prozent vom gut sechsprozentigen Kursgewinn bei Pearson angetrieben. Das Papier des Verlags, in dem die Financial Times erscheint, stieg nach einem besser als erwartet ausgefallenen Umsatzausweis auf ein Zwölfjahreshoch.

Deutliche Kurssteigerungen bei LVMH und Kering stützen den Sektor für Haushaltsgüter und Luxuswaren , der um 0,15 Prozent vorrückte. LVMH profitierten nach der Zahlenvorlage von einer Kaufempfehlung der UBS und gewannen an der EuroStoxx-Spitze gut dreieinhalb Prozent. Die Papiere des ehemals unter dem Namen PPR bekannten französischen Kering-Konzerns legten dank des Zuwachses im Geschäft mit Luxuxartikeln um knapp vier Prozent zu. Damit waren sie der Spitzenreiter im CAC 40.

Ohnehin standen Aktien aus Frankreich mit Zahlen im Fokus. Die Titel des Ölkonzerns Total gewannen 0,15 Prozent, die des Baustoffherstellers Lafarge 1,44 Prozent. Die Titel von Renault sanken nach einem Kursplus von fast 5 Prozent kurz nach Börsenstart ins Minus und schlossen am Ende 0,90 Prozent tiefer. Sparmassnahmen hatten dem Autobauer zwar wieder in die Spur geholfen. Bei einem operativ besseren Geschäfts hatten Sonderposten auf die Bilanz gedrückt. Insgesamt war der Autosektor mit einem Abschlag von 1,10 Prozent der schwächste in der Stoxx-600-Übersicht.

Der britische Bezahlsender BSkyB hatte im vergangenen Jahr trotz der schwachen Wirtschaftslage im Inland weiter kräftig zugelegt. Am Markt wurden die Zahlen dennoch mit Enttäuschung aufgenommen. Die Aktien verloren mehr als drei Prozent an Wert. In den vergangenen Wochen waren die Papiere allerdings stark gestiegen. (awp/mc/pg)

Euronext

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