EU-Schluss: ESTX50 verliert 0,6% auf 3’277 Punkte

EU-Schluss: ESTX50 verliert 0,6% auf 3’277 Punkte

London – Der weiter anziehende Eurokurs hat den EuroStoxx 50 am Mittwoch etwas tiefer ins Minus gedrückt. Die Gemeinschaftswährung erreichte kurz vor Börsenschluss ihr bisheriges Tageshoch bei 1,0990 Dollar. Die nur vorsichtig ausgefallene Lockerung der EZB-Geldpolitik von vergangenem Donnerstag wirkt laut Händlern noch nach. Produkte europäischer Unternehmen werden damit für Käufer ausserhalb des Währungsraums teurer.

Nach einem holprigen Verlauf und kurzen Ausflügen in die Gewinnzone schloss der EuroStoxx 50 0,61 Prozent tiefer bei 3277,21 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex der Eurozone nach schwachen Konjunkturdaten aus China letztlich fast 2 Prozent eingebüsst.

Für den CAC-40-Index in Paris ging es zur Wochenmitte um 0,95 Prozent auf 4637,45 Punkte bergab. Der Londoner FTSE 100 gab hingegen nur um 0,14 Prozent auf 6126,68 Punkte nach. Er profitierte damit von deutlichen Gewinnen bei den Aktien vieler Rohstoffkonzerne.

Im Branchenvergleich erholte sich der Rohstoffwerte-Index von seinen anfänglichen Verlusten und stieg am Ende als Favorit im breiten Stoxx Europe 600 um rund 2 Prozent. Am Vormittag hatte er noch seine Talfahrt vom Dienstag fortgesetzt und war auf den niedrigsten Stand seit dem Frühjahr 2009 gerutscht. Im weiteren Verlauf jedoch profitierten die Aktien der Rohstoffkonzerne vom dem wieder etwas gestiegenen Ölpreis, wodurch Sorgen vor einer Abschwächung der globalen Konjunktur gedämpft wurden.

In London waren die Aktien von Anglo American zunächst um mehr als 14 Prozent abgesackt und auf ein Rekordtief gefallen, bevor sie sich erholten und nur noch 1,22 Prozent tiefer schlossen. Am Vortag hatte der britisch-südafrikanische Bergbaukonzern die Anleger mit der Streichung der Dividende und gekürzten Investitionsplänen geschockt.

Dass sich die britische Bank Barclays in einer Branchenstudie negativ zu Schneider Electric äusserte, liess die Aktien des französischen Elektrokonzerns um mehr als 1 Prozent sinken. Den europäischen Herstellern von Investitionsgütern drohe 2016 reichlich Gegenwind, während die Bewertungen fast schon wieder Höchststände erreicht hätten, schrieb Analyst James Stettler. Die Geschäftsentwicklung hänge massgeblich vom Erfolg der chinesischen Regierung ab, das Wirtschaftswachstum wieder zu beschleunigen. Schneider erziele 44 Prozent seiner Umsätze in Schwellenländern und ein Drittel davon wiederum in China. (awp/mc/upd/ps)Euronext

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