EU-Schluss: Deutliche Gewinne dank guter US-Konjunkturdaten

EU-Schluss: Deutliche Gewinne dank guter US-Konjunkturdaten

Paris – Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag nach dem langen Osterwochenende deutlich von guten US-Konjunkturdaten profitiert. Der EuroStoxx 50 stieg zum Handelsschluss um 2,13 Prozent auf 2.679,80 Punkte, nachdem er in der verkürzten Vorwoche um 2,2 Prozent gefallen war. Der CAC 40 in Paris gewann im Tagesverlauf 1,98 Prozent auf 3.805,37 Punkte. Der Londoner FTSE 100 («Footsie») legte um 1,23 Prozent auf 6.490,66 Punkte zu.

Der Auftragseingang in der US-Industrie hatte sich im Februar stärker als erwartet vom Rückschlag zum Jahresauftakt erholen können. Unterstützung für die Märkte kam auch aus Zypern. Die dortige Regierung konnte die Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern unter Dach und Fach bringen.

Aus Branchensicht waren europaweit Telekomwerte mit einem Plus von 1,58 Prozent stark gefragt. Hauptgrund dafür war ein Beitrag in einem Blog der «Financial Times». Demnach arbeiten die Telekomkonzerne Verizon und AT&T an einer möglichen Akquisition des britischen Mobilfunkanbieters Vodafone . Verizon könnte die 45-prozentige Beteiligung von Vodafone an dem Mobilfunkbetreiber Verizon Wireless übernehmen, AT&T das Vodafone-Geschäft ausserhalb der USA. Genannt wurde ein Preis von bis zu 260 Britische Pence je Vodafone-Papier.

Die Vodafone-Aktien kletterten als einer der besten Werte im «Footsie» um 2,89 Prozent auf 192 Pence. Die Titel von Verizon und AT&T legten in New York zuletzt um knapp 1 Prozent zu.

Bester Wert in der europäischen Branchenübersicht war der Versicherungssektor . Dessen Titel kletterten im Schnitt um 2,39 Prozent.

Die Aktien von ArcelorMittal fielen am Ende des EuroStoxx 50 um 4,31 Prozent. Börsianer begründeten dies mit enttäuschenden Konjunkturdaten aus China: Die Stimmung in den Führungsetagen der dortigen Industrieunternehmen hatte sich im März nicht so deutlich verbessert wie von Analysten erhofft.

Im Anlegerfokus standen zudem die Papiere von Novartis , die trotz einer gerichtlichen Niederlage mit Symbolkraft um 0,59 Prozent zulegten. Am Montag war bekannt geworden, dass der Pharmakonzern den Patentstreit um sein Krebsmittel Glivec in Indien endgültig verloren hat. Das oberste Gericht des Landes hatte entschieden, dass Novartis kein Patent für das Blutkrebs-Medikament erhält. Beobachter sehen in der Entscheidung einen Präzedenzfall, der für andere Patentklagen in Indien wegweisend sein dürfte. (awp/mc/pg)

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