EU-Verlauf: Freundlich – Griechenland-Hoffnung stützt

EU-Verlauf: Freundlich – Griechenland-Hoffnung stützt

London – Neuerliche Hoffnungen auf die Freigabe weiterer Milliardenhilfen für Griechenland haben in den wichtigsten europäischen Indizes am Donnerstag für Gewinne gesorgt. Der EuroStoxx 50 stieg bis zum Mittag um 0,32 Prozent auf 2.520,88 Punkte, blieb allerdings leicht unter dem tags zuvor erklommenen Höchststand seit August 2011. In Paris rückte der CAC-40-Index um 0,40 Prozent vor auf 3.423,64 Punkte. Der britische FTSE 100 gewann 0,23 Prozent auf 5.889,40 Punkte.

Laut Diplomaten wollen die Euro-Finanzminister am Abend über das neue, 130 Milliarden Euro umfassende Hilfsprogramm für Griechenland entscheiden. Der griechische Finanzminister reist nach stundenlangen Beratungen über neue Sparpläne jedoch ohne Einigung über das heikle Thema Rentenkürzungen an. Nach dpa-Informationen gab die «Troika» der internationalen Geldgeber den Griechen nun 15 Tage Zeit, um das strittige Thema zu regeln. Am Nachmittag stehen die Notenbanken Englands und der Eurozone mit Kommentaren zur Geldpolitik im Fokus. Änderungen an den Zinssätzen werden nicht erwartet.

Unternehmensseitig hält die die Berichtssaison die Anleger im Bann. Bester EuroStoxx-Wert waren Daimler mit plus 3,82 Prozent. Der Autobauer hatte im vergangenen Jahr den grössten Gewinn seiner Geschichte eingefahren. Repsol-YPF folgten mit einem Zuwachs von 3,55 Prozent dank des überraschend grossen Ölvorkommens im argentinischen Vaca Muerta. ING tauchten dagegen als Indexschlusslicht um 4,92 Prozent ab. Der staatlich gestützte niederländische Finanzkonzern hatte 2011 zwar trotz Belastungen infolge der Schuldenkrise und Problemen in den USA deutlich mehr verdient, verfehlte jedoch die Erwartungen der Analysten. Auch die Credit Suisse mit minus 2,70 Prozent im Swiss-Market-Index trübte die Stimmung für im Schnitt leichtere Finanzwerte.

Am Ende der Brachenübersicht, die von dank Daimler starken Autotiteln angeführt wurde, lagen Versorger. Hier rutschte GDF Suez um 4,46 Prozent ab. Der französische Energiekonzern zeigte sich nach einem Gewinnrückgang im vergangenen Jahr vorsichtig. (awp/mc/ps)

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