EU-Schluss: ESTX50 gibt um 0,1% auf 2’895 Punkte nach

EU-Schluss: ESTX50 gibt um 0,1% auf 2’895 Punkte nach

London – Die meisten Aktienmärkte Europas haben nach der jüngsten Erholungsrally eine Verschnaufpause eingelegt. Der EuroStoxx 50 beendete den Handel am Donnerstag kaum verändert mit minus 0,09 Prozent bei 2’895,15 Punkten. Nach einem verlustreichen Start ins neue Jahr hat sich der Leitindex der Eurozone seit Mitte Februar bislang um 8 Prozent erholt.

Der Pariser CAC-40-Index stieg am Donnerstag um 0,15 Prozent auf 4239,76 Punkte. Der Londoner FTSE-100 büsste hingegen 0,97 Prozent auf 5971,95 Zähler ein und litt vor allem unter Verlusten der Rohstoffwerte, die zur Wochenmitte kräftig angezogen hatten. «Die Märkte sehen im Vergleich zum Jahresbeginn inzwischen wieder deutlich freundlicher aus», sagte Marktanalyst Jasper Lawler von CMC Markets. Drei wichtige Sorgen, die die Märkte verunsichert hätten, seien in den vergangenen Tagen geschwunden: Die Sorgen um niedrige Ölpreise, um die Entwertung der chinesischen Währung und um Zinsanhebungen in den USA.

Von Unternehmensseite kamen derweil unterschiedliche Impulse. Für gute Laune sorgte Air France-KLM mit einem Kursplus von 10,66 Prozent. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft erzielte dank niedrigerer Spritpreise im vergangenen Jahr den ersten operativen Gewinn seit langem. Die starken Ergebnisse seien ein gutes Zeichen für die gesamte Branche, sagte ein Börsianer.

Die Favoriten im CAC 40 waren nach Zahlen die Papiere des IT-Dienstleisters Capgemini mit plus 4,43 Prozent und von Accor mit plus 2,73 Prozent. Der französische Hotelkonzern hatte im abgelaufenen Jahr vom schwachen Euro und mehr Übernachtungen in Deutschland und Grossbritannien profitiert.

Auch die Jahreszahlen des Personaldienstleisters Randstad fielen auf fruchtbaren Boden: Die Anteilsscheine stiegen in Amsterdam um 4,67 Prozent. Zudem überraschte der Dividendenvorschlag positiv.

Die Nestlé-Aktien büssten dagegen im Swiss-Market-Index (SMI) 3,71 Prozent ein. Der schweizerische Lebensmittelkonzern rechnet mit weiter anhaltendem Druck auf die Preise. Wegen des starken Franken war der ausgewiesene Umsatz 2015 trotz des Wachstums in den einzelnen Märkten zurückgegangen.

Unter den Branchen war der Bankensektor grösster Verlierer mit minus 2,30 Prozent, während der Technologiesektor mit einem Plus von 1,53 Prozent die grössten Gewinne verbuchte. (awp/mc/upd/ps)

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