EU-Schluss: EuroStoxx auf höchstem Stand seit Herbst 2008

EU-Schluss: EuroStoxx auf höchstem Stand seit Herbst 2008

Paris – Der EuroStoxx 50 ist am Dienstag auf den höchsten Stand seit Herbst 2008 gestiegen. Laut Börsianern sind die Anleger nach dem leichten Rücksetzer zu Wochenbeginn nun wieder dank positiver Konjunkturdaten optimistisch gestimmt: Im Euroraum hatte sich die Arbeitslosigkeit zuletzt von hohem Niveau aus leicht verringert. Zudem setzten die Anleger weiterhin auf eine anhaltend sehr lockere Geldpolitik in den USA zur Stützung der dortigen Wirtschaft. Auch spekulierten die Investoren wieder über Konjunkturanreize in China.

Der Leitindex der Eurozone zog am Ende um 0,78 Prozent auf 3186,34 Punkte an. So hoch hatte er zuletzt im September 2008 gestanden. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,82 Prozent auf 6652,61 Punkte hoch.

Beim CAC 40 in Paris stand ein ähnliches Plus von 0,80 Prozent auf 4426,72 Punkte zu Buche. Die anstehende Regierungsumbildung nach der herben Niederlage der Sozialisten bei den Kommunalwahlen hatte keinen erkennbaren Einfluss auf die Kursentwicklung. Die Ernennung des bisherigen Innenministers Manuel Valls zum neuen Ministerpräsidenten durch Präsident Francois Hollande wertete Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank als Signal für anstehende harte Reformen.

Im europäischen Branchenüberblick hatten die Bankaktien die Nase vorn: Der Sektorindex gewann 1,84 Prozent. Schlusslicht war indes der Subindex für die Unternehmen aus dem Medizinbereich mit minus 0,38 Prozent.

Für die Peugeot-Titel ging es um 2,85 Prozent hoch, nachdem die Franzosen mitgeteilt hatten, wegen der starken Nachfrage die Produktion ihrer Kompakt-Geländewagen anzukurbeln.

Alstom veräussert derweil sein Wärmetauschergeschäft für 730 Millionen Euro an die Investmentfirma Triton. Dies honorierten die Aktien des Industriekonzern mit einem Kursplus von 8,12 Prozent auf 21,43 Euro. Damit waren die Papiere der beste Wert im CAC 40.

In London zogen die Aktien von BHP Billiton um gut zwei Prozent an. Der australisch-britische Bergbaukonzern treibt die Trennung von Randgeschäften voran. BHP kündigte an, sich künftig auf Eisenerz, Kupfer, Kohle und Erdöl zu konzentrieren.  (awp/mc/pg)

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