EU-Schluss: Grossteils Verluste – Impulse fehlen

EU-Schluss: Grossteils Verluste – Impulse fehlen

London – Europas Aktienmärkte haben am Montag grossteils mit Verlusten an ihre Entwicklung vor dem Wochenende angeknüpft. Die Marktteilnehmer fragten sich zunehmend, woher Impulse für weitere Kurssteigerungen kommen sollten, sagte ein Experte. Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets sprach von einem insgesamt ruhigen Handelstag. Viele britische Händler seien zuhause geblieben, nachdem die schlimmsten Stürme seit Jahren den Zugverkehr in Südengland an vielen Orten zum Erliegen gebracht hätten.

Der Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,41 Prozent tiefer bei 3.022,04 Punkten. In Paris gab der Cac 40 um 0,48 Prozent auf 4.251,61 Punkte nach. Der Londoner FTSE 100 schaffte hingegen ein Plus von 0,07 Prozent auf 6.725,82 Punkte.

Auch von der wenig bewegten Wall Street kamen keine Impulse. Nach durchwachsenen US-Konjunkturdaten warten die Anleger auf die an diesem Dienstag beginnende Sitzung der US-Notenbank Fed. Beobachter gehen davon aus, dass sich an der aktuell lockeren Geldpolitik in diesem Jahr nichts mehr ändern wird.

Europäische Unternehmensnachrichten waren zum Wochenauftakt Mangelware. Schwächster Sektor in Europa war die Autobranche: Im Stoxx Europe 600 verlor der Subindex 1,79 Prozent. Die US-Bank JPMorgan hatte die europäischen Autobauer auf «Neutral» abgestuft, nachdem der Sektor in diesem Jahr bislang am besten abgeschnitten habe. Die Aktien aus der Branche wiesen zudem eine hohe Korrelation mit Konjunkturdaten auf – in einem Umfeld stagnierenden wirtschaftlichen Schwungs rät Analyst Mislav Matejka nun, weniger Risiko einzugehen und in Versorger umzuschichten. Neben den schwachen deutschen Autobauern im EuroStoxx 50 sackten in Paris Renault um 3,72 Prozent ab. PSA Peugeot Citroen verloren 5,75 Prozent.

Auch die Finanzwerte zeigten sich schwach. Der Branchenindex fiel um 0,82 Prozent zurück. In Zürich verbilligten sich Credit Suisse nach einem Bericht über einen Stellenabbau in der Vermögensverwaltung um 0,31 Prozent. Der europäische Index für die defensiven Gesundheitswerte stand indes mit plus 0,64 Prozent an der Spitze der Branchenübersicht. (awp/mc/upd/ps)

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