EU-Schluss: Leichte Gewinne – Rekorde bei FTSE und Cac 40

EU-Schluss: Leichte Gewinne – Rekorde bei FTSE und Cac 40

London – Am europäischen Aktienmarkt hat es am Dienstag Rekorde gegeben. Während der französische CAC-40-Index am Morgen auf das höchste Niveau seit Herbst 2008 kletterte, ging der FTSE 100 mit 6873,08 Punkten gar auf dem höchsten Schlussstand seit 1999 aus dem Handel. Dabei gewann der britische Leitindex 0,31 Prozent. Das Pariser Börsenbarometer legte um 0,25 Prozent auf 4505,02 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 gewann 0,15 Prozent auf 3211,78 Punkte.

Trotz stark eingetrübter Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten bleiben die Anleger weiter optimistisch. Hierfür sorgen neben mehrheitlich guten Unternehmensbilanzen insbesondere anhaltende Übernahmeaktivitäten. Auch die Geldpolitik sorgt weiter für Unterstützung.

Angeführt wurde der Markt vom Industriesektor, der von positiven Reaktionen auf die Bilanzen von Airbus und ThyssenKrupp profitierte. Weniger gut erging es den Telekommunikationstiteln, die unter einer Enttäuschung bei Telecom Italia zu leiden hatten.

Airbus-Aktien sicherten sich mit einem Aufschlag von über sechs Prozent die Spitze im MDax und im EuroStoxx. Während Neubestellungen und Flugzeugproduktion lahmten, hatte der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern im ersten Quartal unter dem Strich fast doppelt so viel verdient wie ein Jahr zuvor. Das doppelstöckige Flaggschiff A380 macht dem Vorstand zunehmend Freude und der neue Grossraumjet A350 soll wie geplant Ende 2014 in den Liniendienst gehen.

Der harte Preisrückgang im Heimatmarkt und der Verfall der brasilianischen Währung hatten dagegen das erste Quartal der Telecom Italia stark belastet. Sowohl Umsatz als auch Gewinn hätten die Erwartungen verfehlt, hiess es am Markt. Entsprechend ging es für die Papiere um über fünf Prozent nach unten.

Im FTSE 100 legten AstraZeneca um gut ein halbes Prozent zu. Der US-Pharmahersteller Pfizer wirbt beim angestrebten Kauf des britisch-schwedischen Konkurrenten um Vertrauen bei Politikern und Aktionären. Konzernchef Ian Read verteidigte am Dienstag vor Abgeordneten des britischen Unterhauses den geplanten Mega-Deal. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge will Pfizer sogar nachlegen und das Angebot selbst sowie den Baranteil erhöhen. (awp/mc/upd/ps)

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