EU-Verlauf: Plus nach Vortagsverlusten

EU-Verlauf: Plus nach Vortagsverlusten

Paris – Eine moderate Entwicklung an den asiatischen Börsen hat auch die Stimmung an den wichtigsten europäischen Börsen wieder etwas aufgehellt. Nach dem Kursrutsch des Vortages ging es für die Leitindizes im Gleichschritt nach oben. Der EuroStoxx 50 gewann 0,64 Prozent auf 2.167,51 Punkte, musste dabei aber weite Teile seines Plus aus dem frühen Handel wieder abgeben. Am Mittwoch war er aufgrund von Gerüchten um eine angeblich beeinträchtigte Kreditwürdigkeit Frankreichs noch um mehr als sechs Prozent abgesackt.

Der Cac 40 in Paris stieg am Donnerstag um 0,30 Prozent auf 3.012,02 Punkte, für den FTSE 100 in London ging es um 1,11 Prozent auf 5.062,96 Punkte nach oben.

Es sei ermutigend gewesen, dass sich die Verluste an den asiatischen Börsen in Grenzen gehalten und teilweise gar ein kleines Plus zu Buche gestanden hatte, sagte Stratege Ben Potter von IG Markets. Im weiteren Tagesverlauf dürften noch Daten zum US-Arbeitsmarkt für Bewegung sorgen.

Die am Vortag im Zuge der Gerüchte um Frankreich abgestraften Bankenwerte kletterten zunächst deutlich, sackten dann aber wieder ab und rutschten zuletzt ins Minus. Die Anteilsscheine der französischen Societe Generale, die am Mittwoch zeitweise um mehr als 20 Prozent abgerutscht waren, führten den EuroStoxx50 im frühen Handel an, verloren zuletzt aber weitere 3,52 Prozent auf 21,400 Euro. Credit Agricole hielten sich noch im 0,49 Prozent bei 6,103 Euro im Plus. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei spanischen und italienischen Bankenwerten, die in die Verlustzone abrutschten. Der Stoxx 600 Banken büsste 0,80 Prozent ein und war damit einmal mehr der schwächste Branchenindex.

In Zürich kletterten Zurich Financial Services (ZFS) an der Spitze des SMI um 8,35 Prozent auf 157,000 Franken. Der Schweizer Versicherungskonzern hatte im zweiten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und den Überschuss gegenüber dem Vorjahr um 88 Prozent gesteigert. Der weltgrösste Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev hatte indes zwar Umsatz und Gewinn nach oben geschraubt, allerdings zeigten sich Analysten vom Umsatzwachstum enttäuscht. Die Titel verloren 1,11 Prozent auf 34,755 Euro.

Von einer positiven Studie profitierten Titel aus dem Bausektor. So stiegen CRH um knapp drei Prozent und Lafarge um 2,45 Prozent auf 28,640 Euro. Cheuvreux hatte beide Titel von «Underperform» auf «Outperform» hochgestuft und den Sektor Building Materials von «Negative» auf «Positive» angehoben.

In London lagen Tui Travel mit minus 1,70 Prozent auf 161,500 Pence am «Footsie»-Ende. Sie hatten dafür am Vortag nach Zahlen ihre Verluste vergleichsweise in Grenzen halten können. (awp/mc/ps)

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