EU-Schluss: ESTX50 gibt 0,3% auf 3042 Punkte nach

EU-Schluss: ESTX50 gibt 0,3% auf 3042 Punkte nach

Paris – Die nachgebende Wall Street und sinkende Ölpreise haben den EuroStoxx 50 am Mittwoch leicht ins Minus gedrückt. Die Preise für das „schwarze Gold“ gelten derzeit als wichtiger Indikator für das Wirtschaftswachstum. Als Belastung hinzu kamen Verluste bei den konjunktursensiblen Bankaktien.

Der Leitindex der Eurozone schloss 0,29 Prozent tiefer bei 3042,42 Punkten und büsste damit anfängliche Gewinne im Zuge der anhaltenden Euroschwäche ein. Eine nachgebender Eurokurs begünstigt die Exporte in Länder ausserhalb des Währungsraums. Am Dienstag hatte sich das Börsenbarometer noch nach einem anfänglichen Kursrutsch gegen die Anschlags-Nachrichten aus Brüssel gestemmt und es zum Schluss sogar ins Plus geschafft.

Der CAC-40-Index in Paris verlor am Mittwoch 0,18 Prozent auf 4423,98 Punkte. Für den Londoner FTSE 100 hingegen ging es um 0,10 Prozent auf 6199,11 Punkte nach oben. Marktanalyst Jasper Lawler vom Handelshaus CMC Markets relativierte derweil die Kursbewegungen zur Wochenmitte und sprach von eher geringen Handelsaktivitäten kurz vor dem Osterfest.

Im marktbreiten europäischen Index Stoxx Europe 600 fiel der Index der Ölfirmen um 1,61 Prozent. „Der massive Lageraufbau bei Rohöl in den Vereinigten Staaten dürfte die Sorgen der Anleger vor überquellenden Öltanks in den USA weiter schüren“, hiess es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. Schlusslicht in der Branchenbetrachtung waren die Aktien der Minenbetreiber mit einem Minus von 2,10 Prozent.

Europas Unternehmen erfreuten die Anleger zur Wochenmitte mit überwiegend guten Nachrichten. Bei Kingfisher drängte eine Dividendenerhöhung den Umsatz- und Ergebnisrückgang im vergangenen Jahr in den Hintergrund – die Aktien der britischen Baumarktkette zogen an der Spitze des FTSE 100 um fast 6 Prozent an. Michael Mitchell vom Analysehaus Davy Research sprach von einem überraschend guten Schlussquartal.

In Zürich überzeugte die Grossbank Credit Suisse mit einer deutlichen Verschärfung ihres Sparprogramms. Hier freuten sich die Anleger über einen Kursanstieg von knapp 1 Prozent.

Insgesamt aber waren Anteilsscheine von Banken nicht gut gelitten und fielen um 1,60 Prozent. „Die Banken- und Finanzwerte leiden immer wieder unter den Spekulationen um möglicherweise notwendige Kapitalerhöhungen“, sagte Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Sobald die Unsicherheit an den Börsen insgesamt wieder etwas zunehme, rücke die Branche mit diesem Thema in den Fokus.

Die Aktien des Baustoffherstellers Sika legten um rund anderthalb Prozent zu, nachdem der Konkurrent und Übernahmeinteressent Saint-Gobain mitgeteilt hatte, er werde im Sommer 2017 die Kaufoption verlängern. Für die Anteilsscheine der Franzosen ging es um 0,74 Prozent nach unten.

Dem schwedischen Fahrzeughersteller Volvo schliesslich bescherte der anhaltende Nutzfahrzeugboom in Europa ein Kursplus von 0,40 Prozent. Im Februar war die Zahl der Neuzulassungen von Lastern, Lieferwagen und Bussen in der Europäischen Union um 17,8 Prozent gestiegen, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Damit stieg der Absatz den 14. Monat in Folge. (awp/mc/pg)

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