EU-Schluss: Gewinne zum Abschluss einer schwachen Woche

EU-Schluss: Gewinne zum Abschluss einer schwachen Woche

Paris – Die Hoffnung auf eine Entspannung der Ukraine-Krise hat dem europäischen Aktienmarkt zumindest einen versöhnlichen Ausklang einer schwachen Woche beschert. Der EuroStoxx 50 schloss am Freitag 0,54 Prozent höher bei 3219,58 Punkten. Insgesamt bereitete die abgelaufene Woche den Anlegern aber nur wenig Freude. Auf Wochensicht büsste der Leitindex der Eurozone 1,64 Prozent ein. Der Cac 40 in Paris legte zum Wochenschluss um 0,91 Prozent auf 4394,75 Punkte zu. In London stieg der FTSE 100 nicht ganz so deutlich um 0,15 Prozent auf 6649,39 Punkte.

Nachdem die Sorgen der Anleger über die Ukraine-Krise am Donnerstag erneut hochgekocht waren, haben sie vor dem Wochenende wieder etwas nachgelassen. Dafür sorgten Medienberichte, wonach der russische Präsident Wladimir Putin erwägt, sich erneut mit seinem ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko zu treffen. Denkbar seien auch Vierergespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande. Zudem sind im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine nach Angaben der EU-Kommission die Chancen auf eine Lösung erheblich gestiegen.

Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Die zahlreichen internationalen Krisen hatten der Konsumstimmung in Deutschland erneut einen deutlichen Dämpfer verpasst. In den USA hatte sich das Verbrauchervertrauen hingegen weiter aufgehellt. Zudem war die grösste Volkswirtschaft der Welt im zweiten Quartal stärker gewachsen als zunächst ermittelt.

Schlusslicht in der Branchenübersicht war der Index der Einzelhandelswerte mit minus 0,53 Prozent. Im FTSE 100 fielen die Aktien der britischen Supermarktkette Sainsbury als schwächster Wert um mehr als drei Prozent. Die Analysten von Barclays rechnen mit einem schwachen flächenbereinigten Quartalsumsatz und senkten ihr Kursziel.

Abgeschlagener Letzter im EuroStoxx 50 waren Allianz-Aktien . Sie sackten nach dem plötzlichen Abgang des Chefs ihrer US-Vermögensverwaltungstochter Pimco, Bill Gross, um mehr als sechs Prozent ab. Philips gehörten hingegen mit plus 1,59 Prozent zu den Favoriten. Die Analysten von Morgan Stanley sehen angesichts der angekündigten Aufspaltung des Elektronikkonzerns weiteres Kurspotenzial. Sie stuften die Papiere auf „Overweight“ hoch. Total legten nach einem Medienbericht über einen möglichen Verkauf einer Ölfeldbeteiligung um 2,34 Prozent zu.

Erneut im Blick standen auch die Papiere von Air France-KLM . Nach der Erholung an den vergangenen beiden Handelstagen legten die Papiere der Fluggesellschaft am Freitag wieder den Rückwärtsgang ein. Sie fielen um 1,73 Prozent. Händler verwiesen auf eine negative Studie der Investmentbank Jefferies.

In Schweden weiteten Hennes & Mauritz (H&M) ihren mehr als vierprozentigen Vortagesverlust um 1,73 Prozent aus. Zahlreiche Analysten hatten nach den am Donnerstag mit Enttäuschung aufgenommenen Quartalszahlen ihre Kursziele für die Aktie gesenkt. (awp/mc/pg)

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