Euro fällt weiter – Wirtschaftsdaten verpuffen

Eurokurs © Niffylux -www.niffylux.com
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt am Main – Der Euro ist am Dienstag weiter unter Druck geraten. Robuster als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten konnten den Kursverfall nicht aufhalten. Gegen Mittag handelte die Gemeinschaftswährung bei 1,3545 US-Dollar und stand damit mehr als einen halben Cent tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3608 Dollar festgesetzt.

Der auseinanderklaffende Zinsausblick zwischen den grossen Währungsräumen rücke nun doch stärker in den Fokus, sagten Händler. Während das Geld in der Eurozone dauerhaft ultrabillig bleiben soll, was den Euro tendenziell belastet, zeichnet sich in den USA und Grossbritannien die erste Zinserhöhung nach der Krise am Horizont ab. Der Euro könnte deshalb weiter verlieren. «Wir peilen die Marke von 1,35 Dollar an», hiess es aus dem Handel.

Dass die Industrieproduktion der Euro-Schwergewichte Frankreich und Italien sich laut neuen Zahlen zuletzt robuster als erwartet zeigte, konnte die Gemeinschaftswährung nicht stützen. Im weiteren Verlauf dürften die Impulse am Devisenmarkt überschaubar bleiben. In den USA stehen keine kursrelevanten Konjunkturdaten auf der Agenda.

Franken leicht schwächer
Zum Franken gab der Euro ganz leicht nach und notierte zuletzt bei 1,2190 CHF. Eine erste Unterstützung für die Gemeinschaftswährung macht die ZKB bei 1,2170 aus. Damit höhere Kurse möglich seien, müsse der Euro über 1,2205 steigen.

Der Dollar kletterte derweil auf 0,9000 nach 0,8975 CHF im frühen Handel. Damit liegt der Greenback über einer laut der ZKB wichtigen Hürde bei 0,8995. Nun sei mit einem Test der Höchstkurse der vergangenen Woche um 0,9035 zu rechnen, so die Experten. Rückschläge dürften bei 0,8950 auf erste Unterstützung treffen. (awp/mc/upd/ps)

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