Euro vor EU-Sondergipfel leicht unter Druck

Eurokurs
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Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro ist am Dienstag angesichts der anhaltenden Verunsicherung vor dem EU-Sondergipfel etwas gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,2762 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel war der Euro noch zeitweise über die Marke von 1,28 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2768 (Montag: 1,2750) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7832 (0,7843) Euro.

«Der Devisenmarkt hat vor dem Euro-Sondergipfel an Mittwoch wieder eine sehr vorsichtige Haltung eingenommen», sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin von der Commerzbank. Der Euro habe es daher nicht geschafft, über der Marke von 1,28 Dollar zu bleiben. Von den wenigen Konjunkturdaten seien kaum Impulse ausgegangen. Die Schuldenkrise in der Eurozone dominiere weiter die Märkte, sagte Praefcke. Dies dürfte auch bis zu den Wahlen am 17. Juni in Griechenland so bleiben.

Kreditwürdigkeit Japans herabgestuft
Verstärkt wurde die Verunsicherung noch durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Japan durch die Ratingagentur Fitch. Diese hatte das hochverschuldete Land um eine Note herabgestuft. Die Bewertung wurde von bisher «AA-» auf «A+» reduziert. Durch diese Entscheidung sei die schon zuvor bestehende Aufwärtstendenz von Dollar und Euro zum japanischen Yen verstärkt worden, sagte Praefcke.

Seitwärts zum Franken
Gegenüber dem Schweizer Franken bewegte sich der Euro weiterhin kaum vom Fleck und notiert aktuell mit 1,2010 CHF knapp über dem von der SNB festgelegten Mindestkurs. Der US-Dollar blieb am Nachmittag weiter über der Marke von 0,94 CHF und kostet derzeit 0,9411 CHF verglichen mit 0,9414 CHF am Mittag.

In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.582,50 (Vortag: 1.592,50) gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.000,00 (39.330,00) Euro. (awp/mc/pg)

EZB-Referenzkurse

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