Euro fällt nach Gipfel-Beschlüssen unter 1,33 USD

Frankfurt am Main – Der Euro ist am Freitag nach den Beschlüssen des EU-Gipfels zur Schuldenkrise an die Marke von 1,3292 US-Dollar zurückgefallen. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3303 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7515 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,3410 (Mittwoch: 1,3377) Dollar festgesetzt.

Der Euro knüpfte damit zum Wochenschluss an die kräftigen Verluste vom Vortag an, nachdem die EZB einem massiven Ankauf von Staatsanleihen hoch verschuldeter Staaten der Eurozone eine Absage erteilt hatte.

Keine Einigung mit allen 27 EU-Staaten
In der vergangenen Nacht hatten sich die Staaten der Eurozone und sechs weitere Staaten der EU geeinigt, einen separaten Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin zu schliessen. Zuvor war der Versuch einer Einigung für alle 27 Staaten der EU gescheitert. Trotz der Beschlüsse zeigten sich Devisen-Experten mit Blick auf die Eurozone weiterhin skeptisch. «Ich denke, es ist noch ein weiter Weg hin zu einer Lösung und das Risiko einer Enttäuschung in den weiteren Verhandlungen bleibt hoch», sagte Annette Beacher vom kanadischen Finanzdienstleister TD Securities.

«Wohl kein Befreiungsschlag»
Auch die Experten des Bankhauses HSBC Trinkaus sehen in den Beschlüssen der vergangenen Nacht «wohl keinen Befreiungsschlag». Es bleibe fraglich, ob die angestrebte Lösung der 17 Eurostaaten und von sechs weiteren Staaten der Europäischen Union zu einer Beruhigung an den Finanzmärkten führen werde. Die Details der ausgehandelten Lösung dürften in den kommenden Wochen ebenso kritisch von den Finanzmarktteilnehmern begleitet werden wie die praktische Umsetzung der Beschlüsse, hiess es weiter bei der HSBC Trinkaus.

Euro gibt gegenüber Franken nach
Auch zum Franken gab die Gemeinschaftwährung weiter nach. Am Morgen kostete der Euro 1,2326 CHF nach 1,2363 CHF am Vorabend. Der Dollar bewegte sich mit 0,9272 CHF nach 0,9269 CHF am späten Donnerstag hingegen kaum. (awp/mc/pg)

EZB

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