Euro rutscht zeitweise unter 1,29 Dollar

Frankfurt am Main – Unmittelbar vor dem Jahresende hat der Euro zu einer Talfahrt angesetzt und ist am frühen Morgen zeitweise unter die Marke von 1,29 Dollar gerutscht. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,2886 Dollar und hielt sich damit nur ganz knapp über dem bisherigen Jahrestiefststand von Mitte Januar. Im weiteren Handelsverlauf konnte sich die Gemeinschaftswährung aber wieder etwas erholen und stand zuletzt bei 1,2930 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7734 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch auf 1,3074 (Dienstag: 1,3069) Dollar festgesetzt.

Die Talfahrt des Euro begann am späten Mittwochnachmittag. Experten erklärten die starken Kursverluste unter anderem mit Sicherungsgeschäften gegen einen fallenden Euro. Für diese sogenannten Hedgegeschäfte habe es für US-Unternehmen gestern die letzte Möglichkeit in diesem Jahr gegeben und viele Firmen hätten hiervon vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise regen Gebrauch gemacht, hiess es weiter. Dies habe den Kurs des Euro unter Verkaufsdruck gesetzt. Zudem sprachen Händler von insgesamt geringen Umsätzen an den Devisenmärkten. Daher hätten die Sicherungsgeschäfte amerikanischer Firmen eine ungewöhnlich starke Wirkung beim Euro-Kurs gezeigt.

Euro gibt gegenüber Franken nur leicht nach
Gegenüber dem Schweizer Franken sank der Euro im Vergleich zum Vorabend leicht und notiert derzeit auf 1,2188 CHF nach 1,2194 CHF. Der Kurs des US-Dollars zeigt sich mit 0,9426 (0,9421) CHF ebenfalls nur wenig verändert. (awp/mc/ps)

EZB

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