Euro zum Dollar auf höchstem Stand seit November 2011

Devisen

(Foto: lionel11 – Fotolia.com)

Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro ist am Freitag zum Dollar auf den höchsten Stand seit November 2011 gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung kletterte in der Spitze bis auf 1,3893 US-Dollar. Am späten Nachmittag fiel der Euro wieder zurück und wurde zuletzt mit 1,37098 Dollar gehandelt. In der Nacht zum Freitag hatte der Euro aber noch unter der Marke von 1,37 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3814 (Dienstag: 1,3684) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7239 (0,7308) Euro.

Der US-Dollar gab gegenüber den meisten Währungen nach. Die Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed in der vergangenen Woche ihr Anleihekaufprogrammsprachen zu drosseln, hat damit keine nachhaltige Wirkung am Devisenmarkt gezeigt. Der Euro notiert jetzt wieder über dem Niveau, das er vor der Entscheidung hatte. Vor allem die erwartete lange Fortsetzung der Niedrigzinspolitik laste auf dem Dollar, sagten Händler.

Weidmann-Aussagen stützen
Auf der anderen Seite wurde der Euro laut Händlern durch Aussagen von Bundesbankpräsident Jens Weidmann gestützt, der vor den Gefahren einer langfristigen Niedrigzinspolitik gewarnt hatte. Grundsätzlich seien die niedrigen Zinsen aufgrund der geringen Preisgefahren zwar gerechtfertigt. «Geringer Preisdruck darf allerdings auch kein Freibrief für beliebige geldpolitische Lockerungen sein. Und wir müssen darauf achten, die Zinsen wieder rechtzeitig anzuheben, sollte sich Inflationsdruck aufbauen», forderte Weidmann. Ein höherer Leitzins würde den Euro für Anleger aus anderen Währungsräumen tendenziell attraktiver machen.

Yen zum Euro auf 5-Jahrestief
Zum japanischen Yen ist der Euro auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 gestiegen. Mit der Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Bank of Japan kletterte der Euro in der Spitze bis auf 145,18 Yen. Zuletzt fiel der Euro etwas zurück und wurde mit 144,67 Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte er noch 143,43 Yen gekostet.

Auch der Schweizer Franken büsste am späten Nachmittag zum Dollar wieder an Terrain ein. USD/CHF wurde am frühen Abend entsprechend mit 0,8867 nach 0,8832 am Mittag bzw. 0,8913 am Morgen gehandelt. Bei EUR/CHF waren es 1,2233 nach 1,2242 bzw. 1,2269.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83665 (Dienstag: 0,83600) GBP und 145,02 (142,66) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1214.50 (1195,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 27.730,00 (27 650,00) Euro. (awp/mc/pg)

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