Euro fällt unter 1,13 US-Dollar – Auch zum Franken schwächer

Eurokurs
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt – Der Euro hat am Montag in einem überwiegend ruhigen Umfeld nachgegeben. Nach einem Tageshoch bei 1,1370 US-Dollar im frühen Handel fiel die Gemeinschaftswährung am Nachmittag unter die Marke von 1,13 Dollar auf ein Tagestief bei 1,1292 Dollar und kostet aktuell 1,1293 Dollar.

Auch zum Franken gab die europäische Währung zuletzt Boden preis, nachdem sie sich im Vormittagshandel kurzzeitig über 1,10 CHF zu etablieren versuchte. Aktuell kostet ein Euro 1,0968 CHF verglichen mit 1,0988 CHF am Morgen. Der US-Dollar legte zum Franken zu und kostet mit aktuell 0,9714 CHF verglichen mit 0,9688 CHF mehr als am Morgen.

Aus technischer Sicht hat das Währungspaar EUR/CHF nach Ansicht von Daniel Hegglin von der Luzerner Kantonalbank weiter Platz nach oben; die nächsten Widerstände liegen bei 1,1055 und 1,1085. Da aber am Freitag die erreichten Höchstkurse bei 1,1050 im späten Handel nicht gehalten werden konnten, dürfte sich eine Seitwärtsbewegung etablieren zwischen 1,0970 und 1,1050, ergänzt die ZKB in ihrem Devisenbericht.

Impulsloser Handel
Nennenswerte Impulse gab es im Tagesverlauf nicht. Produktionszahlen aus der Industrie des Euroraums fielen zwar besser als erwartet aus, am Devisenmarkt blieben die Zahlen aber ohne sichtbare Auswirkungen.

An den Finanzmärkten sind bereits alle Augen auf die amerikanische Geldpolitik gerichtet. Am Donnerstag wird die US-Notenbank Fed bekanntgeben, ob sie ihre 2008 begonnene Nullzinspolitik beenden und die Zinsen wieder erhöhen wird. Während Notenbankexperten gespalten sind, rechnen die meisten Marktteilnehmer erst im Dezember mit der Zinswende.

Das robuste Wirtschaftswachstum in den USA lässt der Fed zwar Spielraum für einen Zinsanstieg. Jüngste Turbulenzen in wichtigen Schwellenländern wie China haben aber die Spekulation auf eine erneute Verschiebung der Zinswende verstärkt. «Eine Leitzinserhöhung in den USA könnte den Abwärtsdruck auf die Rohstoffpreise und auf die Währungen von vielen Schwellenländern erhöhen», hiess es in einer Analyse des Bankhauses Metzler. Zuletzt hätten Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) den Druck auf die Fed erhöht, «zumindest noch in dieser Woche still zu halten».

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7334 (0,7306) britische Pfund, 136,04 (136,02) japanische Yen und 1,0979 (1,1031) Schweizer Franken fest.

Ein Kilogramm Gold kostete 30 930,00 (31 020,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1104,80 (1101,25) Dollar gefixt. (awp/mc/upd/ps)

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