Euro gibt zum Franken weiter nach

Euro gibt zum Franken weiter nach
(Bild: © Schlierner - Fotolia.com)

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Frankfurt am Main – Der Euro ist am Montag zum US-Dollar mit Kursschwankungen in die Woche gegangen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0568 US-Dollar, nach 1,0521 Dollar im Tagestief. Am Morgen hatte der Euro noch über 1,06 Dollar gelegen. Zum Franken gab der Euro dagegen weiter nach und nähert sich nun der Marke von 1,03. Am Nachmittag steht das EUR/CHF-Paar bei 1,0345. Bei der ZKB hatten die Experten schon am Morgen gewarnt, dass Kurse bis 1,0225 CHF möglich wären, sollte die Marke von 1,0350 durchstossen werden. Der US-Dollar kostet aktuell 0,9787 CHF nach 0,9857 CHF am Mittag.

Die Ökonomen der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) meldeten sich zur Schweizer Wirtschaft zu Wort: Sie rechnen für die Schweiz wegen des stärkeren Schweizer Frankens mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, jedoch nicht mit einem Abwürgen der Konjunktur. Die führenden Wirtschaftsindikatoren würden bereits auf den Schock reagieren, heisst es weiter. Allerdings sollte der Rückgang des Ölpreises in Schweizer Franken um 50% seit Juni 2014 die Nachteile der Aufwertung etwas abmildern und die Verbrauchernachfrage ankurbeln, schränken die Experten ein.

Dollarstärke hält an
Grundsätzlich sprachen Händler zum Wochenauftakt weiter von einer Dollarstärke am Devisenmarkt. Allein in der vergangenen Woche hatte der Euro vier US-Cent an Wert verloren. Wichtigster Grund bleibt die unterschiedliche Geldpolitik in Europa und den USA: Während sich in den Vereinigten Staaten eine erste Zinsanhebung nach der Krise abzeichnet, flutet die EZB die Märkte weiter mit billigem Geld. Damit will sie Wachstum und Inflation anschieben.

Auch bei der EZB-Ratssitzung am Mittwoch dürfte sich an der extrem expansiven Geldpolitik nichts ändern, heisst es gemeinhin von Marktbeobachtern. Das aktuelle Kaufprogramm von Staatsanleihen wird die Notenbank nach Einschätzung von Experten des Bankhauses Metzler wie geplant fortsetzen, weil sich «die langfristigen Inflationserwartungen allenfalls stabilisiert, aber noch nicht wieder normalisiert haben». Laut Daten der EZB vom Montag hatte die Notenbank in der vergangenen Woche öffentliche Anleihen in Höhe von 9,16 Milliarden Euro am Markt gekauft.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7215 (0,7244) britische Pfund , 127,20 (127,32) japanische Yen und 1,0373 (1,0390) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1198,90 (1207,35) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35 920,00 (35 810,00) Euro. (awp/mc/pg)

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