Eurozone: Sentix-Konjunkturindex gesunken

Europäische Zentralbank EZB

Eurozone: EZB-Sitz in Frankfurt am Main.

Limburg – Die Stimmung von Investoren im Euroraum hat sich im April eingetrübt. Der Sentix-Index sei von 17,1 Punkten im Vormonat auf 14,2 Punkte gefallen, teilte das private Institut Sentix am Montag in Limburg mit. Damit liegt der Indikator aber immer noch über dem Stand vom Januar.

Die Lagebeurteilung verschlechterte sich nur geringfügig von 26,0 Punkten im März auf nun 25,5 Punkte. Die Erwartungshaltung fiel dagegen von 8,5 Punkten im Vormonat auf 3,5 Punkte deutlich. Dieser Wert ist der niedrigste seit Oktober 2010 und signalisiert laut Sentix, dass «wir einen Zenit in der Konjunktur durchschreiten». Eine wesentliche Ursache für die schwächeren Erwartungswerte sieht Sentix in den steigenden Ölpreisen. Der Preisanstieg verfestige sich und dämpfe damit die Konjunktur über steigende Kosten und Besteuerung des Konsumenten an der Zapfsäule. Auch die absehbare Straffung der Geldpolitik stelle einen Belastungsfaktor für die Konjunktur dar.

Erzeugerpreise steigen im Februar wie erwartet
Derweil sind die Erzeugerpreise in der Eurozone im Februar genau wie vorhergesagt gestiegen. Auf Monatssicht habe sich das Preisniveau um 0,8 Prozent erhöht, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Ökonomen hatten mit diesem Wert gerechnet. Im Vormonat hatte das Preisniveau bereits um revidiert 1,3 Prozent (vorher: 1,5) angezogen. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Erzeugerpreise im Februar um 6,6 Prozent, nach einem Plus von 5,9 Prozent im Vormonat. Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung zwar nicht direkt. Sie schlagen aber erfahrungsgemäss mit einiger Verzögerung zumindest teilweise auf die Verbraucherpreise durch.  (awp/mc/ps)

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