Gewalt in Libyen treibt Ölpreise kräftig in die Höhe

Muammar al-Gaddafi

Muammar al-Gaddafi, libyscher Diktator.

Singapur – Die Gewalt in Libyen hat die Ölpreise am Montag kräftig in die Höhe getrieben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur April-Lieferung kostete im frühen Handel 103,64 Dollar. Das waren 1,12 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März legte ebenfalls deutlich um 1,18 Dollar auf 87,38 Dollar zu.

Händler begründeten den Schub mit den anhaltenden Unruhen in vielen arabischen Ländern. Insbesondere das ölreiche Libyen steht nun im Mittelpunkt des Interesses. Mit brutaler Gewalt haben Elitetruppen dort am Wochenende die Gegner von Machthaber Muammar al-Gaddafi zusammengeschossen. Nach Berichten der Opposition starben binnen zwei Tagen mindestens 200 Menschen, doch der Protest breitet sich wie ein Flächenbrand aus. Libyen ist auch Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). (awp/mc/ps)

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