Ölpreise geben weiter nach

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(Bild: Edelweiss - Fotolia.com)

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New York – Die Ölpreise haben am Freitag an die Talfahrt der vergangenen Handelstage angeknüpft und weiter nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Oktober 102,27 US-Dollar und damit 36 Cent weniger als am Vortag. Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 88 Cent auf 93,10 Dollar.

Seit Mitte Juni zeigt der Trend bei den Ölpreisen nach unten. Der US-Ölpreis steht mittlerweile vor der fünften Woche mit Verlusten in Folge und markiert damit die längste Verluststrecke seit neun Monaten. Experten begründen die Talfahrt unter anderem mit der Erwartung eines steigenden Angebots auf dem Weltmarkt und dem starken Dollar. Kursgewinne bei der US-Währung machen Öl in den Ländern ausserhalb des Dollarraums teurer und bremsen so die Nachfrage. Zuletzt hatten aber auch überraschend schwache Konjunkturdaten aus China für Preisdruck am Ölmarkt gesorgt.

US-Ölförderung auch Rekordniveau
Die Entwicklung der Fördermengen in den USA ist ebenfalls ein wichtiger Grund für die Talfahrt der Ölpreise. Experten gehen davon aus, dass die Ölproduktion der Vereinigten Staaten im Juli dank der umstrittenen Fracking-Technik das höchste Niveau für einen Juli seit 28 Jahren erreicht hat. Dies habe spürbare Auswirkungen auf den internationalen Markt, hiess es von Rohstoffexperten der Commerzbank. «Denn das von den USA nicht mehr importierte Öl drängt stattdessen auf den Weltmarkt und sorgt dort für Druck auf die Preise.»

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 99,03 US-Dollar. Das waren 49 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/pg)

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