Ölpreise trotz Spannungen im Nahen Osten gefallen

Öl
(Bild: © Witold Krasowski - Fotolia.com)

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New York / London / Wien – Die Ölpreise sind am Dienstag trotz der Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am späten Nachmittag 36,53 US-Dollar. Das waren 69 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 50 Cent auf 36,26 Dollar.

«Die geopolitischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran konnten den Ölpreisen somit keinen dauerhaften Auftrieb geben», kommentierte die Commerzbank die seit Jahresbeginn verhaltene Reaktion der Ölpreise. «Offensichtlich erwarten die Marktteilnehmer nicht, dass es zu Angebotsunterbrechungen kommt.» Die Commerzbank schliesst eine weitere Eskalation jedoch nicht aus und hält daher Preisaufschläge für gerechtfertigt.

Überangebot bleibt bestehen
Allerdings dürfte das Überangebot am Ölmarkt hoch bleiben, da eine Einigung auf eine geringere Fördermenge innerhalb der Opec laut Commerzbank noch unwahrscheinlicher geworden ist: «Es kann als vollkommen ausgeschlossen gelten, dass Saudi-Arabien sein Ölangebot reduziert, um Platz für iranisches Öl zu machen, wenn die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.»

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 31,79 Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 52 Cent mehr als an Silvester. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

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