Ölpreise unter Druck

Ölfässer

New York – Saudi-Arabien hat die Ölpreise am Dienstag unter Druck gebracht. Der weltweit wichtigste Lieferant will den jüngsten Preisauftrieb mit verstärkten Exporten in die USA stoppen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am späten Nachmittag 124,14 Dollar. Das waren 1,55 Dollar weniger als am Montag. Das Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung verbilligte sich um 1,89 Dollar auf 106,20 Dollar.

Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi hat eine deutliche Ausweitung der Fördermenge in Aussicht gestellt. Man werde in den Monaten März und April täglich 9,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl fördern, sagte Naimi in Doha. Falls notwendig könne Saudi-Arabien die Fördermenge sofort auf bis zu 12,5 Millionen Barrel erhöhen. Zuvor hatte bereits die «Financial Times» berichtet, dass Saudi-Arabien zuletzt stillgelegte Ölfelder reaktivieren wolle. Das Königreich wolle die Ölpreise wieder auf «ein faires Niveau» zurückführen. Als Zielmarke gab die saudische Regierung laut dem Pressebericht einen Ölpreis bei etwa 100 US-Dollar je Barrel an.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg unterdessen stark. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 124,08 Dollar. Das waren 1,16 Dollar mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg)

WTI/NYMEX

Opec-Korbpreis

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