Ölpreise legen zu – Anleger risikofreudiger

Ölfässer

New York – Die Ölpreise haben am Dienstag nach Hinweisen auf sinkende US-Ölreserven und einer etwas zuversichtlicheren Stimmung an den Märkten zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September kostete im Mittagshandel 116,75 US-Dollar. Das waren 70 Cent mehr als am Vortag.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung stieg um 80 Cent auf 96,75 Dollar.

Höherer Risikoappetit stützt Ölpreise
Der Handel an den Ölmärkten verlaufe heute nach den üblichen Spielregeln, heisst es von der Commerzbank. «Ein höherer Risikoappetit der Anleger, der sich in den höheren Aktienmarktnotierungen und dem schwächeren US-Dollar widerspiegelt, stützt auch die Ölpreise», schreiben die Rohstoffexperten des Instituts.

Ferienbeginn in den USA
Zudem habe in den USA die Ferienzeit begonnen und damit die Zeit, in der US-Bürger deutlich mehr Auto fahren, hiess es von Händlern. In den Sommermonaten steige traditionell der Verbrauch von Kraftstoffen, und die Raffinerien arbeiteten mit voller Auslastung. Durch die gestiegene Nachfrage sei mit einem Rückgang der Lagerbestände an Benzin und Rohöl in der grössten Volkswirtschaft der Welt zu rechnen.

OPEC-Rohölpreis notiert leicht höher
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 112,31 US-Dollar. Das waren 11 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg)

WTI/NYMEX

OPEC-Korbpreis

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