Ölpreise gestiegen – China-Daten stützen

Öl-Tanker

Singapur – Die Ölpreise sind am Mittwoch gestützt durch positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus China gestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete 111,93 US-Dollar. Das waren 95 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 71 Cent auf 99,21 Dollar.

Händler begründeten die leichten Kursgewinne am Ölmarkt mit positiven Reaktionen auf unerwartet robuste Konjunkturdaten aus China. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt legte im Dezember von 50,3 auf 50,5 Punkte zu. Die Markterwartungen wurden damit deutlich übertroffen. Ein robuste Konjunktur in China würde auch die Nachfrage nach Rohöl stützen.

Überangebot
Die trotz der Spannungen mit dem Iran insgesamt aber immer noch verhaltene Preisentwicklung beim Rohöl erklärt die Commerzbank mit dem Überangebot am Markt. So habe die Ölproduktion in den Opec-Ländern das höchste Niveau seit Oktober 2008 erreicht. Damit produziert die Opec laut Commerzbank rund eine Million Barrel pro Tag über den Zielvorgaben und dem Bedarf.

Auch Opec-Öl leicht teurer
Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 111,21 Dollar. Das waren 10 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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