Ölpreise gefallen – Wirtschaftliche Schwäche Europas belastet

Ölfässer

New York – Die Ölpreise sind am Montag angesichts der wirtschaftliche Probleme Europas gefallen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 112,30 US-Dollar. Das waren 73 Cent weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 89 Cent auf 100,67 Dollar.

Die schwächelnde Wirtschaft in der Europäischen Union laste auch auf den Ölpreisen, sagten Händler. So war in Deutschland, der grössten Volkswirtschaft der Europäischen Union, die Industrieproduktion stärker gesunken als erwartet. Auch die Schuldenkrise in der Eurozone laste tendenziell auf dem Ölpmarkt.

Iran bleibt alles beherrschendes Thema
Eskalation Trotz des vergleichsweise ruhigen Wochenauftakts sei die Sorge vor einer Eskalation des Atomstreits mit dem Iran und eine Blockade der Öllieferungen aus dem Persischen Golf das alles beherrschende Thema an den Ölmärkten, hiess es weiter. Experten der Commerzbank sprachen zudem davon, dass Spekulanten zuletzt wieder verstärkt auf steigende Ölpreise gewettet hätten. In der vergangenen Woche hatte der US-Ölpreis zeitweise den höchsten Stand seit acht Monaten erreicht.

Opec-Öl günstiger
Unterdessen fiel der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) nach starken Gewinnen in den vergangenen Handelstagen zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 112,23 US-Dollar. Das waren 77 Cent weniger mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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