Ölpreise legen zu

Ölfässer

New York – Die Ölpreise haben am Dienstag im Fahrwasser positiver Konjunktursignale und freundlicher Aktienmärkte kräftig zugelegt. Händler nannten den Iran-Konflikt als zusätzliche Unterstützung. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am späten Nachmittag 110,69 US-Dollar und damit 3,39 Dollar mehr als am Freitag. Ein Fass US-Rohöl der Sorte WTI verteuerte sich um 3,36 Dollar auf 102,21 Dollar. Am Montag waren die wichtigsten Rohstoffbörsen noch geschlossen geblieben.

Experten schreiben die deutlichen Ölpreisanstiege vor allem positiven Konjunkturdaten zu. Gestiegene Einkaufsmanagerindizes in den USA sowie in China und Grossbritannien sorgten für steigende Risikobereitschaft an den Finanzmärkten. In den USA hatten neben der Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe auch die Bauausgaben überraschend kräftig zugelegt. Die grösste Euro-Volkswirtschaft Deutschland hatte zudem unerwartet robuste Arbeitsmarktdaten für den Dezember gemeldet.

Iran-Konflikt stützt
Darüber hinaus profitiert der Ölpreis nach Einschätzung der Rohstoffanalysten von der Commerzbank vom sich zuspitzenden Konflikt im Iran. Nach der Drohung, Öltransporte im Persischen Golf zu blockieren, hat das Land nun Manöver mit «Langstreckenraketen» in dem strategisch wichtigen Seegebiet angekündigt. Die Raketen könnten die wichtigen US-Stützpunkte in der Golf-Region und in Afghanistan bedrohen.

Auch Opec-Öl leicht teurer
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) am vergangenen Freitag im Durchschnitt 106,84 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als am vergangenen Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NMYEX

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