Tokio-Schluss: Schwach

Japan Nikkei

Tokio – Die Ängste über eine Ausweitung der europäischen Schuldenkrise haben am Dienstag auch den japanischen Aktienmarkt sichtbar belastet. Der Nikkei-225-Index schloss 1,43 Prozent schwächer bei 9.925,92 Punkten und damit auf dem niedrigsten Stand seit Monatsbeginn. Für den breiter gefassten Topix-Index ging es um 1,49 Prozent auf 857,19 Punkte bergab.

«Es sieht immer mehr danach aus, dass sich die Schuldenkrise in Europa weiter ausbreitet», sagte Aktienanalyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities Capital Markets Co. Die Anleger machten sich Sorgen über die Auswirkungen auf das Finanzsystem.

Die Aktien von Mitsubishi UFJ Financial Group büssten 2,93 Prozent auf 397 Yen ein. Die Titel des Elektronikkonzerns Sony, der rund ein Fünftel seiner PlayStation-Spielekonsolen in Europa verkauft, mussten Verluste von 3,04 Prozent auf 2.136 Yen verkraften und die Titel des Autobauers Toyota fielen um 1,90 Prozent auf 3.355 Yen zurück.

Notenbank setzt Nullzinspolitik fort
Die japanische Notenbank zeigt sich etwas zuversichtlicher für die heimische Konjunktur. Die Wirtschaft erhole sich von den Folgen des schweren Erdbebens im März, teilte die Notenbank am Dienstag nach ihrer Zinssitzung in Tokio mit. Unter anderem die Industrieproduktion und die Ausfuhren erholten sich zusehends von dem Rekordeinbruch nach dem Beben. Ähnliches gelte für die heimische Konsumnachfrage. Den Leitzins beliess die Notenbank dennoch unverändert zwischen null und 0,1 Prozent. Sie setzt damit ihre Nullzinspolitik fort. (awp/mc/ss)

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