Tokio Schluss: Verluste nach drei festen Tagen

Japan Nikkei

Tokio – Nach drei Handelstagen mit Gewinnen hat die Börse in Tokio am Dienstag erstmals wieder einen Verlust verzeichnet. Der Leitindex Nikkei 225 ging mit einem Abschlag von 1,39 Prozent bei 8.575,16 Punkten aus dem Handel. An den vorangegangenen sechs Handelstagen hatte der Leitindex knapp sieben Prozent hinzugewonnen und sich damit von seinem bisherigen Jahrestief etwas erholen können.

Grund für die neuerliche Schwäche ist die Ankündigung der US-Ratingagentur Standard & Poor’s, die Kreditwürdigkeit von 15 Staaten der Eurozone angesichts der wachsenden Probleme unter Beobachtung gestellt zu haben. Der marktbreite Topix verlor 1,42 Prozent auf 738,01 Punkte.

Die am Vortag noch von der Hoffnung in Europa angetriebenen Aktien von Toyota büssten 2,14 Prozent auf 2.606 Yen ein. Einen Kursrutsch von fast 10 Prozent gab es für die Titel von Meiji Holdings: Einem Bericht zufolge wurde radioaktives Cäsium in einem der Produkte des Milchproduzenten gefunden. Das Unternehmen startete daraufhin einen gross angelegten Rückruf und sprach von dem Fukushima-Unglück als mögliche Ursache für die verseuchte Ware. Die Titel des von einem Bilanzskandal erschütterten Kameraherstellers Olympus dagegen schnellten um rund 9 Prozent auf 1.190 Yen hoch. Laut einem Zeitungsbericht will das Unternehmen verstärkt auf externe Manager setzen, um seine Unternehmensführung wieder in die rechte Spur zu bringen. (awp/mc/pg)

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