US-Arbeitslosenrate sinkt im April von 7,6 auf 7,5 %

USA

New York – In den USA ist die Arbeitslosenquote im April überraschend gesunken. Die Quote fiel um 0,1 Punkte auf 7,5 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte.Und die US-Wirtschaft hat im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Die Beschäftigtenzahl ausserhalb der Landwirtschaft stieg zum Vormonat um 165.000 Stellen.

Die Arbeitslosenquote liegt damit auf dem tiefsten Stand seit Ende 2008. Ökonomen hatten mit einer unveränderten Quote gerechnet. Die US-Notenbank hatte Ende 2012 beschlossen, dass sie ihre Niedrigzinspolitik fortsetzen will, bis die Quote unter die Marke von 6,5 Prozent gesunken ist.

Mehr Arbeitsplätze als erwartet geschaffen
Die US-Wirtschaft hat im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Die Beschäftigtenzahl ausserhalb der Landwirtschaft stieg zum Vormonat um 165.000 Stellen, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 140.000 Stellen gerechnet. Der Beschäftigungsentwicklung im März hatte die Märkte zunächst enttäuscht. Die Zahlen wurden jetzt jedoch auf 138.000 neue Stellen nach oben revidiert. In der ersten Erhebung war lediglich ein Stellenaufbau von 88.000 Stellen ermittelt worden.

Durchschnittliche Stundenlöhne steigen wie erwartet
In den USA sind die durchschnittlichen Stundenlöhne im April wie erwartet gestiegen. Im Monatsvergleich habe es einen Zuwachs von 0,2 Prozent gegeben, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Im Vormonat hatten die Stundenlöhne noch stagniert. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fiel von 34,6 auf 34,4 Stunden. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet.

Robuster Stellenaufbau
Der amerikanische Arbeitsmarkt hat im April mit einem robusten Stellenzuwachs überrascht. Ausserhalb der Landwirtschaft wurden 165.000 neue Stellen geschaffen, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Die Markterwartungen von plus 140.000 Stellen wurden übertroffen. Darüber hinaus wurden die Zahlen für die beiden Vormonate deutlich angehoben. Dies lässt insbesondere den Monat März, als der schwache Jobaufbau zunächst stark enttäuscht hatte, in anderem Licht erscheinen.

Der Jobaufbau vom März wurde von 88.000 auf nunmehr 138.000 Stellen revidiert. Auch die Entwicklung im Februar fiel mit starken 332.000 zusätzlichen Stellen besser als bislang bekannt aus. Die Arbeitslosenquote, an die die US-Notenbank Fed ihre Zinspolitik gekoppelt hat, ging unterdessen weiter zurück. Sie sank im April um 0,1 Punkte auf 7,5 Prozent. Die Quote liegt damit einen Punkt über der Schwelle von 6,5 Prozent, von der an die Fed über eine erste Zinsanhebung nachdenken will.

Industrie enttäuscht – Servicesektor stützt
Im Detail enttäuschte die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe, wo teilweise sogar Jobs wegfielen. Dagegen waren die Stellenzuwächse im Dienstleistungsgewerbe ordentlich. Auch Zeitarbeitsfirmen, die als Indikator für die künftige Entwicklung gelten, verbuchten einen deutlichen Stellenzuwachs. Im öffentlichen Sektor wurden Jobs abgebaut.

Die Lohnentwicklung, die für den privaten Konsum von Bedeutung ist, konnte moderat zulegen. Nach einer Stagnation im März erhöhten sich die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,2 Prozent. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fiel jedoch von 34,6 auf 34,4 Stunden.

Märkte reagieren stark
An den Finanzmärkten erhielt der US-Dollar spürbaren Auftrieb. Im Gegenzug geriet der Euro unter Druck. Abschläge mussten auch sichere Anlagen wie amerikanische oder deutsche Staatsanleihen hinnehmen. Die Aktienkurse und die Preise für Rohöl legten deutlich zu. (awp/mc/cs)

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