US-Schluss: Leichter Dämpfer nach Erholungsrally

Boerse
(Adobe Stock)

New York – Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch ihrer jüngsten Erholungsrally etwas Tribut gezollt und moderat nachgegeben. Allerdings machten sämtliche Leitindizes den grössten Teil ihrer klaren Anfangsverluste im späten Handel wieder wett. Angeführt wurde die Erholung von einer Rally bei Ölaktien, die von einer beschlossenen Fördermengenkürzung der Öl-Allianz Opec+ profitierten. Frische US-Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten hatten nur geringen Einfluss auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 0,14 Prozent bei 30’273,87 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,20 Prozent auf 3783,28 Zähler abwärts. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 verlor 0,08 Prozent auf 11’573,18 Punkte.

An den ersten zwei Handelstagen im Oktober hatten die US-Börsen nach dem Erreichen von Zweijahrestiefs bereits wieder mehr als fünf Prozent an Boden gutgemacht. Als Kurstreiber hatten sich die Hoffnungen auf eine weniger rigide Geldpolitik der US-Notenbank Fed erwiesen, nachdem Konjunkturdaten etwas schwächer als erwartet ausgefallen waren.

Die Organisation Opec+ fährt ihre Ölproduktion zurück. Von November an will der Verbund aus 23 Staaten zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) täglich weniger Öl fördern. Es ist die umfassendste Verringerung der Produktion seit langem. Der Schritt soll den zuletzt um bis zu 30 Prozent gefallenen Ölpreis zumindest stabilisieren. Diese legten nach der Entscheidung deutlich zu.

Entsprechend gehörten die Aktien von Chevron mit einem Plus von 0,6 Prozent zu den Top-Werten im Dow. Die Titel von ExxonMobil stiegen als bester Wert im S&P-100-Index um mehr als 4 Prozent.

Die Aktien des Kurznachrichtendienstes Twitter verzeichneten einen Kursrückgang von 1,4 Prozent. Sie waren am Vortag allerdings um gut 22 Prozent nach oben geschossen, nachdem Tech-Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk überraschend seinen Widerstand gegen die vereinbarte Übernahme aufgegeben hatte. Die Tesla-Papiere sackten als Schlusslicht im S&P-100-Index um 3,5 Prozent ab.

Der Eurokurs wurde zuletzt bei 0,9886 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 0,9915 (Dienstag: 0,9891) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 1,0085 (1,0110) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen gaben nach. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) verlor zuletzt 0,83 Prozent auf 112,56 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg im Gegenzug auf 3,76 Prozent. (awp/mc/ps)

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