US-Schluss: Dow testet 36’000 Punkte – Schwung lässt nach

Boerse

New York – An der Wall Street hat der November mit Rekorden begonnen. Der Dow Jones Industrial schaffte es am Montag kurz über die Marke von 36’000 Punkten, verlor dann aber im Verlauf etwas an Schwung. 35’913,84 Punkte bedeuteten am Ende ein Plus von 0,26 Prozent. Ähnliches galt für den anfangs rekordhohen S&P 500-Index, der 0,18 Prozent höher bei 4613,67 Punkten schloss.

Auch an der Nasdaq-Börse setzte sich die Rekordserie fort mit letztlich eher moderatem Tempo. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 beendete den Montagshandel 0,35 Prozent höher bei 15’905,28 Punkten.

Börsianer begründeten die ungebrochen positive Grundstimmung der Anleger mit dem anhaltenden Optimismus für die laufende Berichtssaison und der Erwartung einer voranschreitenden konjunkturellen Erholung von der Corona-Pandemie. Allerdings wagten sich die Anleger vor dem Zinsentscheid der Fed, der am Mittwoch ansteht, nur noch vorsichtig aufs Börsenparkett.

Die Erwartung einer voranschreitenden Erholung wurde vom ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie untermauert, der im Oktober weniger stark zurückgegangen war als von Experten befürchtet. Laut dem Helaba-Volkswirt Ralf Umlauf bleibt der «wohl wichtigste Stimmungsindikator der US-Industrie auf einem hohen Niveau». Er sieht darin die Fed mit ihrem avisierten Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik bestärkt.

Stützende Impulse kamen auch von den internationalen Börsen und einer eine Grundsatzeinigung im Zollstreit zwischen den USA und der EU. Davon angetrieben schnellten die Aktien von Harley-Davidson um neun Prozent in die Höhe. Im Zuge der Grundsatzeinigung hebt die EU-Seite ihre Sonderabgaben auf US-Produkte wie Bourbon-Whiskey, Jeans oder eben die Motorräder des Unternehmens auf.

Noch stärker gefragt waren die Aktien von Franklin Resources mit einem Kurssprung um 11,6 Prozent. Bei den Aktionären der Investmentgesellschaft, die für für ihre Franklin-Templeton-Fonds bekannt ist, kam eine geplante Übernahme gut an. Das Unternehmen kündigte den Kauf des Private-Equity-Fondsanbieters Lexington Partners an.

Zu dem Impfstoffentwickler Moderna jedoch gab es schlechtere Nachrichten: Die Aktien verloren 2,3 Prozent, weil sich die Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde FDA über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs für Jugendliche weiter hinzieht. Die Behörde beansprucht mehr Zeit, um bestimmte Risiken genauer zu untersuchen.

Allgemein gefragt waren die Aktien aus dem US-Reise- und Freizeitsektor – darunter Kreuzfahrtwerte und Fluggesellschaften. Börsianern zufolge machte sich unter den Anlegern wieder Hoffnung auf eine Belebung der Nachfrage breit. American Airlines trotzten mit einem Anstieg um drei Prozent der Tatsache, dass wegen des Wetters und wegen Personalengpässen am Wochenende tausende Flüge gestrichen werden mussten.

Die Tesla-Aktien setzten derweil ihre Rekordrally mit reichlich Tempo fort. Die Anteile des Elektroautobauers bauten ihr Plus bis zum Handelsschluss auf 8,5 Prozent aus und sprangen dabei erstmals über die Kursmarke von 1200 US-Dollar.

Ferner wurden die Facebook-Aktien nach der Umbenennung erstmals unter dem neuen Namen Meta Platforms gehandelt – und blieben mit einem Anstieg um zwei Prozent auf Erholungskurs.

Bei den zuletzt rekordhohen Papieren des Google-Mutterkonzerns Alphabet setzten im Laufe des Montags Gewinnmitnahmen ein. Am Ende stand bei den beiden Aktiengattungen ein Minus von etwa drei Prozent zu Buche.

Der Euro zeigte nach seinen deutlichen Verlusten vom Freitag eine Gegenreaktion. Zuletzt kehrte er im New Yorker Handel mit 1,1606 US-Dollar über die Marke von 1,16 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1578 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8637 Euro.

Die Kurse von US-Staatsanleihen verzeichneten eine letztlich stabile Entwicklung. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries gewann 0,04 Prozent auf 130,75 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Papiere betrug 1,56 Prozent. (awp/mc/ps)

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