US-Schluss: Richtungslos zum Wochenstart – Dow im Minus

Boerse

New York – Ohne klare Richtung sind die US-Aktienmärkte am Montag aus dem Handel gegangen. Während die Standardwerte an der Wall Street mehrheitlich im Minus endeten, zeigten sich die Technologiewerte überwiegend befestigt. Positive Impulse kamen im Handelsverlauf von der Ankündigung, dass der besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat New York ab Freitag seine Beschränkungen langsam wieder lockern wolle.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Verlust von 0,45 Prozent bei 24’221,99 Punkten, nachdem er am im frühen Handel noch um rund 1 Prozent gefallen war. Der marktbreite S&P 500 legte minimal um 0,01 Prozent auf 2930,19 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,85 Prozent auf 9298,92 Zähler.

Unter den Einzelwerten waren die Aktien von Under Armour mit einem Verlust von mehr als 10 Prozent besonders auffällig. Der US-Sportartikelhersteller und Adidas-Konkurrent hatte mitgeteilt, dass der Umsatz im ersten Quartal vor allem wegen der Corona-Krise um 23 Prozent eingebrochen ist. Unterm Strich gab es einen Verlust von 490 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 22,5 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Für das laufende Vierteljahr stellt sich die Firma auf einen Umsatzeinbruch von 50 bis 60 Prozent ein.

Die Aktien von Marriott verloren letztlich 5,6 Prozent. Die Hotelkette verfehlte die Ergebniserwartungen deutlich. Im ersten Quartal sank der Marriott-Umsatz nach einem guten Start ins Jahr um 7 Prozent, der Gewinn schmolz um 92 Prozent zusammen. Im April sackte der Umsatz pro Zimmer um 90 Prozent. Derzeit ist rund ein Viertel der Marriott-Hotels geschlossen.

Neuigkeiten gab es vom angeschlagenen US-Kosmetikkonzern Coty, der 60 Prozent am Darmstädter Wella-Konzern an den Finanzinvestor KKR verkaufte. Die Quartalszahlen von Coty fielen jedoch unerwartet schwach aus. Die Aktien büssten mehr als 8 Prozent ein.

Die Aktien von AMC Entertainment schnellten um knapp 30 Prozent hoch, nachdem Medien berichtet hatten, der Handelskonzern Amazon erwäge eine Übernahme des Filmproduzenten. Die Papiere des Grafikchip-Herstellers Nvidia erklommen ein neues Rekordhoch bei 324,50 US-Dollar und schlossen mit einem Plus von 3,2 Prozent.

Der Kurs des Euro gab im US-Handel leicht nach, hielt sich aber über der Marke von 1,08 US-Dollar. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0813 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0824 (Freitag: 1,0843) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9239 (0,9223) Euro gekostet.

Die Kurse von US-Staatsanleihen fielen. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 6/32 Punkte auf 107 16/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,70 Prozent. (awp/mc/ps)

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